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Handball: 3. Liga

TV Emsdetten eine Nummer zu groß für HLZ Ahlener SG

Emsdetten

Das letzte Duell zwischen Feldspieler und Torwart entschied Maurice Behrens für sich. Doch unterm Strich war sein Gegenüber Ante Vukas der Matchwinner im Münsterland-Derby zwischen den Handball-Drittligisten TV Emsdetten und HLZ Ahlener SG.

Von Harald Hübl

Der Einsatz stimmte, das Ergebnis nicht: Das Ahlener HLZ-Team um Shawn Pauly (r.) unterlag am Sonntag in Emsdetten.

Das letzte Duell zwischen Feldspieler und Torwart entschied Maurice Behrens für sich. Doch unterm Strich war sein Gegenüber Ante Vukas der Matchwinner im Münsterland-Derby zwischen den Handball-Drittligisten TV Emsdetten und HLZ Ahlener SG. Der Emsdettener Torwart vernagelte sein Tor in der zweiten Halbzeit und war der Garant für die 33:37 (18:21)-Niederlage der HLZ-Sieben.

Ahlens Trainer Freddi Neuhaus hatte mutig begonnen. Gegen den abgezockten Zweitliga-Absteiger, der nach der überraschenden 30:34-Niederlage des Mitaufstiegsaspiranten Krefeld nun alle Trümpfe für das Erreichen der Aufstiegsrunde in der Hand hält, verordnete Neuhaus seiner Mannschaft eine offensive Deckungsformation.

„Gegen den erfahrenen und spielerisch besser besetzten Kader Emsdettens können wir nicht Standard spielen“, begründete der HLZ-Trainer seine Maßnahme, mit Till-Collin Schmidt als Vorgezogenem und einem offensiven Halbrechten zu beginnen. Der Mut zahlte sich aus, denn der Favorit brauchte eine ganze Zeit, um sich Lösungen gegen die unbequeme Gäste-Deckung einfallen zu lassen.

„Wir haben es mutig und sehr gut gelöst“, lobte Neuhaus seine Jungs, die bis zum 16:16 (24.) durch Schmidt dem TVE Gegenwehr boten. Aber am Ende der ersten Halbzeit ließ die HLZ-Sieben zwei, drei Chancen liegen. „Versenken wir die, dann nimmt das Spiel einen anderen Verlauf“, war sich der Trainer sicher. So setzte sich der TVE aber bis zum Pausenpfiff auf 21:18 ab.

Das war jedoch noch nicht die Vorentscheidung. Die Wersestädter hatten nach dem Seitenwechsel durchaus die Chance, ihrem Ex-Trainer Sascha Bertow die Suppe noch zu versalzen. Doch wer achteinhalb Minuten braucht, um den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit zu erzielen, kann in der 3. Liga nicht für den Sieg in Frage kommen. Auch die Gastgeber taten sich mit dem Torewerfen schwer, stellten jedoch mit dem 25:18 (38.) die Weichen auf Sieg.

„Das war spielentscheidend“, gab Neuhaus unumwunden zu. Er bedauerte, dass die Schiedsrichter nicht auf die Anzahl der Schritte der Emsdettener geachtet hatten. Seiner Meinung nach hätte bei der offensiven Abwehr seiner Mannschaft der ein oder andere Pfiff erfolgen müssen.

Ob das dem Spiel eine Wende gegeben hätte, bleibt Spekulation. So aber verwaltete der TVE seinen Vorsprung bis zum Schluss. Dabei profitierte Emsdetten von dem von Minute zu Minute stärker werdenden Ante Vukas zwischen den Pfosten.

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