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Fußball: Regionalliga West

Ungleicher geht es kaum: RW Ahlen empfängt Borussia Dortmunds U23

Ahlen

Rot-Weiß Ahlen erwartet am Samstag die U23 von Borussia Dortmund. Im Hinspiel zerlegte der BVB die Ahlener mit 6:0. Es besteht für RW Ahlens Coach Andreas Zimmermann aber auch Hoffnung, dass es nicht erneut so kommt. In zwei Spielen hat er durchaus auch beim Ligaprimus Probleme gesehen.

Henning Tillmann

Nein, das ist nicht Dortmund gegen Schalke. Tatsächlich bemüht sich hier Rot-Weiß Ahlens Yasin Altun um Ballbesitz gegen die Übermacht des BVB-Nachwuchses. Genützt hat es im Hinspiel wenig. Das ungleiche Duell ging damals 0:6 aus. Foto: Marc Kreisel

Rund 50 Minuten Fahrt mit dem Auto sind es von Dortmund nach Ahlen. Ein Katzensprung. Tabellarisch scheinen dagegen Welten zwischen den beiden Städten zu liegen. Satte 44 Punkte trennen derzeit die Spreu vom Weizen in der Regionalliga West. Und während der Spitzenreiter vom BVB scheinbar von Sieg zu Sieg eilt, wären sie bei Rot-Weiß schon froh, wenn zeitnah der dritte Erfolg eingefahren würde.

BVB-Zweite glänzt mit Topwerten in der Statistik

Den nun ausgerechnet gegen die Mannschaft von Enrico Maaßen zu erwarten, wäre ziemlich vermessen. Denn die BVB-Zweite scheint zumindest von den Ergebnissen her in Topform zu sein. Vier der letzten fünf Spiele hat sie gewonnen. An das Torverhältnis von 66:18 (+ 48) kommt kein anderes Team der Liga auch nur ansatzweise heran. Nicht einmal der hochgerüstete Daueraufstiegskandidat aus Essen (+ 35), den es am Samstag zum Tabellendritten Preußen Münster verschlägt, kann da mithalten.

Es ist also ein richtig dickes Brett, das Andreas Zimmermann und RWA zu bohren haben. „Es wird bei der Qualität, die sie haben, natürlich brutal schwer. Oder eben das leichteste Spiel, weil wir ohnehin nichts zu verlieren haben. Man kann es so oder so sehen“, sagt Zimmermann.

Im Hinspiel gab es die höchste Pleite der Saison

Zumindest bei ihm gibt es aber keine unschönen Erinnerungen an das 0:6 aus dem Hinspiel, denn da war er in Ahlen ja noch nicht mal Trainer. Er hat sich die Partie aber auch nicht nachträglich angeschaut. Wohl aber die letzten beiden Spiele der Dortmunder – „und da hatten sie durchaus ihre Probleme“, gibt der RWA-Coach zu Bedenken. Trotz des 0:2-Endstands habe es der FC Wegberg-Beeck (15.) zum Beispiel „fast 90 Minuten lang geschafft, die Null zu halten“. Auch beim 2:2 gegen den SC Wiedenbrück habe die Dortmunder Mannschaft nicht unschlagbar gewirkt, findet „Zimbo“. Und in einer Partie – siehe DFB-Pokal – sei ohnehin immer mal eine Überraschung möglich. „Trotzdem bleibt es natürlich dabei: Wenn man zehn Mal gegen so eine Mannschaft antritt, verliert man wahrscheinlich neun Partien.“

RW Ahlen plagen Personalsorgen

Das ohnehin schon höchst ungleiche Duell wird mutmaßlich auch nicht dadurch fairer, dass die Ahlener Personalsorgen plagen. Romario Wiesweg fehlt gelb-rot-gesperrt, Bennet Eickhoff wegen seiner fünften Gelben Karte. Dazu drohen noch die Ausfälle von Paolo Maiella (verletzt) und Kevin Kahlert (angeschlagen).

„Das sind alles Jungs, die dem Gegner hätten weh tun können“, bedauert Zimmermann, der deshalb notgedrungen auch Spielern aus der zweiten Reihe die Chance geben wird.

Chance für die zweite Reihe

Positiv formuliert ist das gegen so einen Gegner eine besondere Chance, sich auszuzeichnen. Denn angesichts der Dortmunder Qualität sieht Zimmermann „eine große Welle“ auf seine Mannschaft zurollen. „Dreiviertel von denen sehen wir wahrscheinlich nächstes Jahr in einer der drei Profiligen wieder“, glaubt er.

Punkte gegen so ein Team wären also wohl so etwas wie ein kleines Fußball-Wunder. Und ein solches könnten die Ahlener derzeit sehr gut gebrauchen.

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