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Handball: Unter Spannung

Vor Weihnachten möchte das HLZ-Team noch einen raushauen

Ahlen

Einmal ist noch Vollgas gefragt, dann dürfen die Handballer des HLZ Ahlener SG in ihre wohlverdiente Pause gehen. Doch erst muss die Neuhaus-Sieben den TV Bissendorf-Holte bezwingen. Im Hinspiel hatten sich die Ahlener mit dem Vorletzten noch schwer getan.

Von Harald Hübl

Guter Rat? Betreuer Jan Anton (l.) und Trainer Frederik Neuhaus beraten sich am Spielfeldrand. Der Matchplan gegen TV Bissendorf-Holte steht aber schon Foto: Wegener

„Wir müssen die Spannung noch einmal hoch halten“, fordert Frederik Neuhaus, Trainer des Handball-Drittligisten HLZ Ahlener SG, vor dem letzten Spiel des Jahres. „Das wird nach so einer langen Wettkampfphase nicht einfach, denn alle freuen sich auf eine Pause. Aber einmal müssen wir noch Gas geben.“ Am besten Vollgas, damit beim Vorletzten TV Bissendorf-Holte am Samstag, 19.30 Uhr, nichts anbrennt. Beim Blick auf den bisherigen Saisonverlauf ist die Ausgangslage klar. Die Gastgeber dümpeln nach nur einem Sieg bei der TSG Altenhagen-Heepen (33:29) am Tabellenende auf dem vorletzten Platz herum.

HLZ klarer Favorit

„Klar gehen wir als Favorit in dieses Spiel“, sagt der HLZ-Trainer selbstbewusst. „Doch wir dürfen Bissendorf nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich haben wir uns im Hinspiel ganz schön schwer getan.“ Mit 33:30 behielt die Neuhaus-Sieben in der Ebert-Halle die Oberhand, musste aber bis zum Schluss alle Kräfte gegen die Mannschaft aus dem Osnabrücker Land mobilisieren. „Bissendorf hat den Ball gut laufen lassen“, erinnert sich der Trainer. „Sie sind im Rückraum, am Kreis und Außen gut besetzt. Außerdem haben wir uns gegen ihren Torwart schwer getan.“ Deshalb fordert Neuhaus noch ein letztes Mal in diesem Jahr volle Konzentration von seinem Kader ein.

Genauso wie sein Gegenüber Jan Thaler. Der muss von Woche zu Woche ganz tief in der Motivationskiste kramen. „Wir sind drei-, viermal unterirdisch aufgetreten“, blickt der TVB-Trainer selbstkritisch zurück. „In Ahlen haben wir aber sehr gut gespielt, hatten über lange Zeit einen Mega-Auftritt in Aurich und noch einige andere gute Spiel. Letztendlich ist nur ein Sieg dabei herausgesprungen, das ist ernüchternd, aber nicht zu ändern.“

Mit Rußwinkel Überraschung möglich?

Thaler und seine Männer hätten am vergangenen Spieltag fast den zweiten Sieg feiern dürfen, doch in der 40. Minute musste Spielmacher Christian Rußwinkel beim Stand von 18:17 gegen den TSV GWD Minden mit einer Roten Karte vom Platz. „Er ist einer unserer wichtigsten Spieler“, sagt der TVB-Trainer. „Mit ihm gewinnen wir gegen Minden.“ Deshalb gehen Thaler und seine Männer die Partie gegen das HLZ wieder optimistisch an. Vielleicht ist mit Rußwinkel eine Überraschung möglich.

Der Sieg gegen den Spitzenreiter Wilhelmshaven müsste dem HLZ aber genügend Rückenwind geben, um beim Vorletzten mit fast komplettem Kader – nur Benedikt Bayer fehlt verletzungsbedingt – einen krönenden Jahresabschluss zu feiern.

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