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HLZ: Männliche C-Jugend peilt Titel an

Vertrauen in die eigene Stärke

Ahlen

Die Konkurrenz in der Oberliga? Ist weitgehend unbekannt. Der Glaube an die eigene Kraft dagegen ist bei der männlichen C1-Jugend des HLZ Ahlen stark ausgeprägt. Daran ändert auch eine noch immer vorhandene Schwäche nichts.

Niklas Groß

In der Aufwärtsspirale - die männliche C1-Jugend: (o.v.l.) Trainerin Martina Michalczik, Tim Tegtmeier, Felix Haurenherm, Luis Teckentrup, Jannik Allzeit, Christian Karb, Phillip Kindt, Laurens Stoffers, Tobias Filthaut, Co-Trainer Ludger Trost; (u.v.l.) Mark Artmeier, Fabian Kaldewei, Lucas Grabitz, Calvin Everkamp, Tom Fischer, Fiete Austermann und Noah Schröder. Foto: Niklas Groß

Ein genaues Wort für das Gegenteil von einem Teufelskreis existiert im Deutschen nicht. Am ehesten könnte man es wohl eine Aufwärtsspirale nennen, in der sich die männliche C1-Jugend des HLZ Ahlen befindet.

Weil in einem Handball-Leistungszentrum nun mal leistungsbezogen gearbeitet wird, bringt jeder Akteur eine gewisse Grundmotivation mit. Aus den Faktoren Professionalität und Willen erwächst – das belegt auch die noch junge Geschichte des HLZ – in der Regel Erfolg, der sich wiederum positiv auf die Motivation auswirkt, und so weiter... „Dass alle voll mitziehen“, sagt Ludger Trost, „das steht hier nie zur Debatte“. Im dritten Jahr betreuen er und Martina Michalczik jetzt gemeinsam das Team. Michalczik ist die Chefin, sie bereitet Trainingseinheiten und Spiele vor, Trost ist ihre rechte Hand. „Ich helfe, wo ich kann“, sagt der Chemie-Ingenieur, der sich voll und ganz in die hausinterne Hackordnung fügt: „Martina hat das Kommando.“ Da sich das Duo im Wesentlichen einig ist, gerät es auch gar nicht erst in die Gefahr, dass von der Bank aus konträre Anweisungen an die Spieler kommen.

Diese sehen sich vom Übungsleitergespann ehrgeizigen Ansprüchen ausgesetzt. „Wir fordern viel ein von den Jungs und nehmen sie auch entsprechend ran“, sagt Ludger Trost. Daraus ergibt sich die Zielsetzung für diese Saison beinahe von selbst. Endrunden-Vierter war das HLZ schon in der vergangenen Spielzeit – bleiben nach oben nicht mehr viele Optionen.

Man peile Vorrunden-Platz eins oder zwei an, sagt Trost. „Dann müssen wir schauen...“ – etwas längere Pause – „... ob die Meisterschaft drinsitzt.“ Zumindest mal die Staffel-Meisterschaft, denn während Minden und Lemgo im Norden dominieren dürften und für die später folgenden Überkreuz-Spiele gesetzt scheinen, kommt die Süd-Staffel ausgeglichener daher. Ein Eindruck, der ein wenig auch der Unkenntnis des Ahlener Trainerteams geschuldet ist, was die Vorrunden-Gegner angeht. Mit Gladbeck und Eiserfeld-Siegen jedenfalls hatte es das HLZ bis dato nicht wirklich oft zu tun. Selbiges gilt auch für die SG TuRa Halden-Herbeck, am Sonntag ab 13.45 Uhr Ahlens Gastgeber zum Saisonauftakt. „Aber wir trauen uns das auch zu, ohne unsere Kontrahenten vorher seziert zu haben“, sagt Trost.

Klappte so schließlich auch in der Vorbereitung schon recht ordentlich: Die 3:2:1-Abwehrformation machte einen ebenso starken Eindruck wie das Torhüter-Gespann dahinter. Allein gegen GWD Minden lieferte das HLZ eine mauere Partie ab, als seine Schwäche offen zu Tage trat: „Wir müssen noch mehr Zug zum Tor entwickeln und vor renommierten Gegnern haben wir mitunter zu viel Respekt.“

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