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HLZ chancenlos im Derby bei ASV II

Zu viele Baustellen für Derbysieg

Ahlen

Mindestens ein Punkt sollte es im Nachbarschaftsduell beim ASV Hamm-Westfalen II für die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG sein. Doch daraus wurde nichts. Am Ende musste sich das Team von Frederik Neuhaus mit 22:30 geschlagen geben. Die Gründe für die derbe Derbypleite waren vielschichtig.

Von Harald Hübl

Kein schöner Abend für Torhüter: Ahlens Maurice Behrends schaut nach einem der 30 Gegentreffer im Nachbarschaftsduell beim ASV Hamm II reichlich bedröppelt drein. Foto: Wegener

Die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG wollten beim Nachbarn ASV Hamm-Westfalen II unbedingt etwas Zählbares mitnehmen. Einen, besser noch zwei Punkte hatte Trainer Frederik Neuhaus im Sinn. Doch daraus wurde nichts. Am Ende kassierten die Gäste eine deutliche 22:30 (8:14)-Niederlage.

HLZ ohne Spiekermann, Horn, Stukalin und Harbaum

„Heute ist viel zusammengekommen“, brachte es Neuhaus auf den Punkt. „Wir hatten zu viele Ausfälle, haben in den vergangenen Wochen nicht richtig trainieren können, haben keinen Wettkampfrhythmus – und dann hatten wir noch einen überragenden Jan Wesemann im gegnerischen Tor gegen uns. Das war zu viel.“

Die Mannschaft des HLZ musste im Derby weiterhin auf David Spiekermann, Nico Horn, Dimitri Stukalin und Luca Harbaum verzichten. Ein Aderlass, der über die 60 Minuten nicht zu kompensieren war. Vor allem die Wurfkraft und Erfahrung des Rückraumlinken Spiekermann wurde schmerzlich vermisst. Dominik Spannekrebs übernahm die Rolle, doch auch ihm war der Trainingsrückstand nach der Pause deutlich anzumerken.

Nervöser und fehlerbehafteter Beginn auf beiden Seiten

Beide Mannschaften hatten sich für das Nachbarschaftsduell viel vorgenommen. Das erklärt den nervösen Beginn, der auf beiden Seiten von zahlreichen technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägt war.

Während sich die Gastgeber daraufhin fingen, ihre Angriffe konsequenter durchzogen und die Fehlerquote in den Griff bekamen, blieb das Spiel der Wersestädter überdurchschnittlich fehlerbehaftet. „Wir haben zu überhastet gespielt und uns nicht an den Matchplan gehalten“, analysierte der HLZ-Trainer. So wuchs der Rückstand auf 5:14 (26.) an. Durch drei Tore in der 29. Minute verkürzten die Gäste noch auf 8:14. „Die Mannschaft, die heute auf dem Platz stand, hat so noch nicht einmal zusammen trainiert“, erklärt Neuhaus die zahlreichen Abstimmungsfehler.

Hamm nach Ahlener Fehlern konsequent

Nach dem Wiederanpfiff kam die Neuhaus-Sieben etwas besser in Tritt. Ahlen drückte zwar aufs Tempo, doch dabei unterliefen der HLZ-Sieben immer wieder Fehler, die Hamm in Tore ummünzte. Über ein 22:14 (45.) und 29:19 (55.) steuerte Hamm einem souveränen 30:22-Sieg entgegen.

Tore HLZ: Wiencek (6/3), Seifert (4), Spannekrebs, Schmidt, Holtmann (je 3), Supenkamp (2). Damm (1)

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