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Handball: HLZ Ahlener SG zieht nach Punkteteilung gegen Gladbeck gemischte Bilanz

Zwischen genial und schlampig

Ahlen

Dass das HLZ Ahlener SG jederzeit für Spitzenhandball infrage kommt, bewies die Neuhaustruppe am Samstag. Weil der Drittligist aber auch mal neben die Spur geraten kann, reichte es am Ende nur zu einem 29:29 gegen den VfL Gladbeck

Von Harald Hübl

Ahlens Sebastian Damm wühlt sich durch die Abwehr. Drei Tore gelangen ihm in Gladbeck, wo das HLZ in einer nervenaufreibenden Schlussphase noch zu einem Unentschieden kam. Foto: H.Wegener 50302 Oelde

Auf die Frage, ob die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG mit dem 29:29 (14:14)-Unentschieden gegen den VfL Gladbeck Wiedergutmachung betrieben haben, musste Trainer Freddi Neuhaus erst nachdenken. „Über weite Strecken ja, vom Ergebnis her nicht, am Ende war es ein glücklicher Punktgewinn für uns“, sagte er.

Wer das Spiel gesehen hatte, kam zu einem ähnlich zwiespältigen Urteil. Die HLZ-Sieben zeigte wieder einmal ihre unterschiedlichen Gesichter: Von überzeugendem, zwingendem Angriffsspiel und einer starken Abwehrleistung bis hin zu verschluderten Chancen und technischen Fehlern war auch in diesem Spiel alles dabei. In der letzten Spielminute sahen die Gäste schon wie der sichere Verlierer aus.

Spielmacher David Wiencek, der seine Mannschaft auf 28:29 herangebracht hatte, scheiterte mit einem Torwurf. Gladbeck hatte den Ball und war nur noch 27 Sekunden vom doppelten Punktgewinn entfernt, da stibitzte Till-Colin Schmidt seinem Gegenspieler die Kugel, passte zu Wiencek und der netzte zum Unentschieden ein. Gladbeck erhielt mit dem Abpfiff noch einen Freiwurf, doch den blockte Schmidt.

Die nervenzehrende Schlussphase war es, die Neuhaus von einem glücklichen Punktgewinn sprechen ließ. Er ärgerte sich über die dritte Zeitstrafe gegen Abwehrchef Ferdi Hümmecke in der Schlussphase der Partie.

Die Gäste fanden gut ins Spiel, gingen mit 3:0 (9.), 9:5 (15.) und 12:7 (21.) in Führung. Da hatten die Ahlener Oberwasser, doch in der Endphase der ersten Halbzeit schwächelte die HLZ-Sieben, machte Fehler und nutzte sich bietende Chancen nicht konsequent aus. So glich Gladbeck mit dem Halbzeitpfiff zum 14:14 aus.

„Das war unsere eigene Schuld“, kritisierte der HLZ-Trainer. Nach dem Wiederanpfiff hielten die Ahlener die Partie bis zur 40. Minute offen, da stand es 20:20. Doch dann unterliefen ihnen die gleichen Fehler wie zum Ende des ersten Spielabschnitts.

In der 50. Minute lagen sie mit 23:28 zurück. Neuhaus nahm eine Auszeit, stellte die Abwehr auf ein 5:1-System um und startete damit die Aufholjagd. Mit einem 4:0-Lauf kam Ahlen zurück und war beim 27:28 wieder im Spiel. Gladbeck erhöhte auf 29:27, doch Wiencek sicherte seiner Mannschaft mit seinem finalen Doppelschlag das 29:29-Unentschieden.

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