Tennis: Vorfreude auf die Sommersaison

Auftakt mit einwöchiger Verspätung

Kreis Borken

Auf diesen Moment haben viele Tennisspieler sehnsüchtig gewartet. Der Westfälische Tennisverband hat die Wiederaufnahme des Spielbetriebs beschlossen. Drei Teams gehen schon an diesem Wochenende auf die Plätze.

Von Stefan Hoofund

Es wurde in den letzten Wochen wie hier auf der Anlage von Vorwärts Gronau bereits fleißig trainiert für die Sommer-Saison. Foto: aho

Im Münsterland beginnen die Spiele der Sommerrunde offiziell am Wochenende des 5. und 6. Juni – eine Woche später als ursprünglich geplant. Die Spiele der Westfalen- und Verbandsligen starten indes zwei Wochen später als gedacht erst am 12./13. Juni.

Die Resonanz zeigt: Das Interesse ist groß. Die heimischen Vereine aus Gronau. Epe, Heek, Alstätte und Schöppingen beteiligen sich mit 52 Mannschaften an den Wettbewerben. Drei Teams spielen sogar schon an diesem Wochenende wieder um Punkte.

Ansonsten werden die Spiele des an diesem Wochenende verschobenen Spieltags überwiegend an den Spielplan in die Kalenderwoche 35 (Anfang September) angehängt. Der Tennisbezirk Münsterland betont für seinen Bereich jedoch die Möglichkeiten, die Spiele vom 29./30. Mai durchzuführen, sofern dies die jeweiligen lokalen und behördlichen Regeln und Verordnungen zulassen, oder den Termin flexibel bis zum ersten Septemberwochenende einvernehmlich und in Absprache mit der jeweiligen Spielleitung zu verlegen.

Seit dem Frühjahr bastelte der WTV an einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes. „Wir hoffen, dass wir in diesem Sommer einen weitgehend normalen Mannschaftsspielbetrieb durchführen können“, sagte schon vor Wochen WTV-Präsident Robert Hampe. Gleichwohl ließ der Verband mit Blick auf das Pandemie-Geschehen die finale Entscheidung lange offen. Bis der zuständige Sportausschuss vor wenigen Tagen erklärte, aufgrund der landesweit sinkenden Inzidenzen und damit verbunden positiven Prognosen den Wettkampfbetrieb wieder aufnehmen zu wollen. Bis heute haben sich die Inzidenzen tatsächlich in die richtige Richtung bewegt.

„Die Entscheidung war für den Sportausschuss trotzdem alles andere als einfach, denn es spielen viele Faktoren eine Rolle. Da ist es schwer, alle unter einen Hut zu bekommen“, sagte Lutz Rethfeld, WTV-Vizepräsident für das Ressort Wettkampfsport Erwachsene.

Einer dieser Faktoren war die Frage der Doppel. Seit dem gestatteten Trainingsstart im Februar mussten sich die Tennisspieler mit Einzelpaarungen begnügen. Jetzt sind auch Doppel wieder erlaubt. Was für die Durchführung der Sommerrunde von entscheidender Bedeutung ist.

Sofern die Inzidenz einen stabilen Wert erreicht, steht weiteren Öffnungen im Tennis offenbar nichts mehr im Weg. Die Tennisspieler hoffen sehr darauf.

Damit ist Tennis nun der erste Amateursport, in dem flächendeckend wieder um Punkte, um Meisterschaften, Auf- und Abstiege gekämpft wird. Ursprünglich war dieses Wochenende als Auftakt vorgesehen. Nun geht es eben eine Woche später ab dem 5./6. Juni in den meisten Ligen wieder um „Spiel, Satz und Sieg“.

Der Verband plant in jedem Fall von Verbandsebene abwärts bis in die Kreisklassen eine reguläre Saison – mit Auf- und Abstiegen. Denn eine weitere Übergangssaison will niemand. Nach dem ersten Lockdown war auf freiwilliger Basis gespielt worden. Dazu waren nur 58 Prozent der insgesamt 4560 im WTV gemeldeten Teams angetreten.

Gedulden müssen sich noch die Nachwuchsspieler im Jugend- und Schülerbereich. Hier ist der Saisonbeginn der Altersklassen U12 bis U18 um zwei Wochen in die 24. Kalenderwoche (ab dem 14. Juni) verschoben worden.

Die Altersklassen U8 und U10 sollen aufgrund ihrer Besonderheiten erst am Ende der Sommerferien, ab dem 16. August, beginnen. Einzelne Termine – so der Sportausschuss des WTV – können in Absprache vorverlegt werden. Die aktuellen Gruppenauslosungen bleiben bestehen.

Die seit gestern für den Tennissport gültigen Regelungen und die aktuelle Coronaschutzverordnung hat der WTV für seine Mitgliedsvereine auf seiner Homepage veröffentlicht.

    

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