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Fußball-Kreisliga A: DJK Stadtlohn

Marco Aydin zieht nach einem Jahr weiter

Stadtlohn

Nach nur einer Spielzeit geht die Zusammenarbeit zwischen der DJK Stadtlohn und ihrem Spielertrainer Marco Aydin zu Ende. Das hat vor allem sportliche Gründe.

Von Sascha Keirat

Die Zeit von Marco Aydin bei der DJK Stadtlohn endet im kommenden Sommer. Foto: Raphael Kampshoff

Erst zu Beginn der laufenden Saison in der Kreisliga A1 hat Marco Aydin das Team der DJK Stadtlohn als Spielertrainer übernommen. Es wird vorerst auch die letzte für den Niederländer an der Hölderlinstraße sein, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.Günter Boll, Fußball-Abteilungsleiter bei der DJK, ließ in einer kurzen Mitteilung wissen: „In gegenseitiger Abwägung der gesteckten Erwartungen und Ziele ist man zur Überzeugung gekommen, ab der kommenden Saison getrennte Wege gehen zu wollen.“

Auf Nachfrage äußert sich Boll etwas konkreter zu den Gründen: „In den Gesprächen zwischen Marco, unserem Sportlichen Leiter Herbert Bockwinkel und mir haben wir die Lage sachlich und nüchtern analysiert. Dabei ist herausgekommen, dass beide Seiten nicht so recht zufrieden damit sind, wie es bislang gelaufen ist.“

Damit spiele Boll nicht auf den zwischenmenschlichen Aspekt an, sondern auf das sportliche Abschneiden und die Perspektiven. Nachdem das als Abstiegskandidat gehandelte Team in der Vorsaison überraschend den fünften Platz in der Kreisliga A1 erreicht hatte, trat Marco Aydin seinen Posten mit entsprechenden Erwartungen an. Mit der „Holländischen Schule“ sollte der Erfolg wiederholt werden.

Hinter eigenen Zielen zurück

Nach der Hinrunde der laufenden Spielzeit zeigt sich aber, dass die DJK recht weit hinter dem oberen Tabellendrittel und damit dem eigenen Ziel zurück liegt. 16 Punkte aus 15 Spielen, die meisten Gegentore der Liga (51) und Platz zwölf stehen zu Buche. Günter Boll bemerkt dazu: „Hätten wir die letzten beiden Spiele gegen Ammeloe und Ellewick nicht gewonnen, wären wir mittendrin in der Verlosung um den Abstieg.“

Der Abteilungsleiter wolle damit nicht zum Ausdruck bringen, dass der Trainer schlechte Arbeit leiste. Letztlich seien aber auch die Erwartungshaltung sowie die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins entscheidende Themen. „Wir setzten schon seit Jahren auf den eigenen Nachwuchs und werden daran auch nichts ändern. Wenn es mit den eigenen Kräften mal nicht mehr für die Kreisliga A reichen sollte, dann ist das eben so. Wir werden jedenfalls keine Leute mit Geld zu uns holen“, stellt Günter Boll klar.

Der Trainer, im Sommer von Vorwärts Epe gekommen, bestätigt all das: „Die Ziele, die beiden Seiten haben, sind etwas verschieden“, sagt Marco Aydin. Der 34-Jährige sei der Ansicht, dass das DJK-Team hätte verstärkt werden müssen, um seine persönlichen Ziele zu erreichen. Er gehe aber nicht im Groll, wie er sagt. „Kein schlechtes Wort über die DJK oder die Spieler. Aber ich habe für mich erkannt, dass es wohl besser ist, wenn ich nächste Saison bei einem anderen Verein arbeite.“

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