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Pilotprojekt "Kinderfußball im FLVW"

Selbstständigkeit der jungen Spieler fördern

Kreis

Dass der Juniorenstaffeltag nicht wie von Wesenberg angekündigt ein, sondern eher fast zwei Stunden dauerte, hatte Frank Bajorath zu „verantworten“.

-sh-

Frank Bajorath stellte während des Staffeltags das Pilotprojekt „Kinderfußball im FLVW“ vor Foto: Stefan Hoof

Der Koordinator Talentsichtung und Förderung sowie Qualifizierung ging auf die C-Lizenz-Ausbildung ein („Wir dürfen in den Vereinen immerhin 55 neue, qualifizierte Trainer begrüßen“) und wies auf einen neuen Lehrgang hin, der mit einem Infoabend am 15. September in Wessum beginnt.

Ausführlich stellte Bajorath das Pilotprojekt „Kinderfußball im FLVW“ vor. 2024 will der DFB das Vorhaben flächendeckend umsetzen, der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen denkt sogar an 2023. „Aber das ist jetzt ein Angebot, kein Muss“, betonte Bajorath. Bislang haben auch nur wenige Vereine im Kreis Ahaus/Coesfeld Mannschaften für den Bereich „Kinderfußball“ gemeldet. Während der DFB dabei auf die Jahrgänge der G-, F- und E-Junioren abzielt, konzentriert sich der FLVW auf die beiden Jahrgänge der U6/U7 (G) und U8/U9 (F).

„Es ist noch nichts in Stein gemeißelt“, betonte Bajorath, während er die neuen, kindgerechteren Spielformen vorstellte. Sie sollen den jüngsten Fußballern auf kleineren Spielflächen in kleineren Teams mehr Ballkontakte und Erfolgserlebnisse in ausgeglicheneren Partien bieten. Dabei können die Spielfeldgrößen, die Größe der Tore, aber auch die Mannschaftsstärken variieren. Zugleich soll der Einfluss der Trainer und Eltern abnehmen, sie seien eher als Organisatoren gefordert. Einhergehend werde die Selbstständigkeit der jungen Fußballer gefördert. „Wir wollen es eng auf dem Spielfeld, wir wollen Eins-gegen-Eins-Situationen“, bekräftigte Bajorath und fühlte sich dabei an die eigene Zeit des Straßenfußballs erinnert.

„Der Verband will mit dem Projekt Kinderfußball überzeugen, er will es nicht aufstülpen“, betonte Bajorath, der ebenso wie die Mitglieder des Kreisjugendausschusses jederzeit für Fragen dazu zur Verfügung steht.

Für den Bereich Kinderfußball hatten bis Montagabend bei den F-Junioren GW Nottuln, FC Oeding und Fortuna Seppenrade drei Mannschaften gemeldet. Bei den G-Junioren waren es schon neun Teams: Eintracht Ahaus, GW Nottuln, Brukteria Rorup, SuS Stadtlohn, Fortuna Seppenrade mit zwei und SV Gescher mit drei Mannschaften. „Damit ist ein Anfang gemacht. Wir werden dieses Pilotprojekt unterstützen und sind in der Umsetzung und Organisation flexibel“, versprach Sven Wesenberg als Vorsitzender des Kreis-Jugendausschusses.

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