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Bezirksliga: Joker sticht beim 2:1 (0:0) in der Nachspielzeit – trotz Burgsteinfurter Unterzahl

Alexander Hollermann schockt den TuS Altenberge

Altenberge

So bitter kann Fußball schmecken: Im Heimspiel gegen den Spitzenreiter SV Burgsteinfurt hätte sich der TuS Altenberge einen Punkt verdient gehabt – wenn nicht sogar mehr. Doch in der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Alexander Hollermann den 2:1-Siegtreffer für die Gäste. Für Diskussion sorgte zudem eine Rote Karte.

Von Tom Veltrup

Der Burgsteinfurter Torschütze Noah Afiemo (M. muss sich Foto: Thomas Strack

Beim Tabellenführer der Bezirksliga 12, dem SV Burgsteinfurt, läuft es momentan einfach. Das zeigte am Sonntag der 2:1-Auswärtserfolg beim TuS Altenberge. Der kurz zuvor eingewechselte und noch leicht kränkelnde Alexander Hollermann erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer gegen die Hügeldörfler, die danach allesamt doof aus der Wäsche gucken.

Das Kellerkind war mindestens ebenbürtig. Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber zudem die gefährlichste Aktion zu verzeichnen: Die Kugel zappelte schon im Netz, allerdings hatte Schiedsrichter Ole Richter zuvor eine Abseitsposition gesehen.

So richtig was los war erst in der zweiten Hälfte. Angefangen mit dem Führungstreffer durch Noah Afiemo, der nach einem Steilpass von Jason Petris allen Altenbergern davon eilte und cool vollendete (50.). „Da dachten wir eigentlich, es läuft – bis es zu der ominösen Roten Karte kam“, meinte ­SVB-Coach Christoph Klein-Reesink. Der Ex-Altenberger Volkan Haziri soll einen seiner früheren Mitspieler beleidigt haben. Für Klein-Reesink eine klare Fehlentscheidung. „Wir hätten es uns heute einfacher machen können. Einige Aktionen haben mir nicht so gut gefallen. Unterm Strich nehmen wir aber die drei Punkte mit“, analysierte Kein-Reesink.

Der Burgsteinfurter Platzverweis setzte neue Kräfte bei den 09ern frei. Mittelstürmer Marius Dylka wandelte das mit einem Lupfer gleich Mal in Zählbares aus – 1:1 (69.). Hinzu kam, dass später erneut ein Altenberger Treffer aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgenommen wurde.

Die Partie plätscherte ohne allzu große Chancen dahin. Klein-Reesink und sein Team stellten sich die Frage, ob sie den Punkt mitnehmen oder „all in“ gehen sollten. Sie entschieden sich für die zweite Option und brachten für die Schlussphase Hollermann für Mittelfeldspieler Levin Schmieder. Und das stellte sich wenig später als genau die richtige Entscheidung heraus: Keeper Alexander Moll „kloppte“ die Kugel nach vorne, wo der Joker plötzlich frei vor TuS-Torwart Jan Winter war und mit dem Vollspann traf (90. + 1). „Typisch Hollermann“, konnte Klein-Reesink einmal mehr auf seinen Stürmer zählen.

„Der Frust sitzt richtig tief. Das 1:2 ist auf gar keinen Fall verdient“, war TuS-Coach Dennis Brunsmann nach Abpfiff logischerweise ziemlich bedient. „Einen Punkt hätte ich noch unterschrieben, aber so ist es einfach unfair, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben.“

Die Altenberger stecken nach der bitteren Pleite weiter im Keller fest, während der SVB nach 15 Spielen von ganz oben grüßt.

TuS Altenberge: Winter – Bröker (68. Hillenkötter), Kemper, Hollermann – Gerdes, Gausling, Höltje (80. da Costa), Hammer – Adler, Dylka (80. Voß), Hölker.

SV Burgsteinfurt: Moll – Behn, Hintelmann, Koers, Haziri, Petris – Schmieder (82. Hollermann), Anyanwu (62. Inenguini), da Silva – Kormann, Afiemo.

Tore: 0:1 Afiemo (50.), 1:1 Dylka (69.), 1:2 Hollermann (90. + 1).

Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Burgsteinfurts Volkjan Haziri (61., Beleidigung).

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