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Bezirksliga: A-Junioren TuS Altenberge

Das Warten hat ein Ende

Münster/Altenberge

Durch einen 4:0-Sieg im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga bewerkstelligten die A-Junioren vom TuS Altenberge am Samstag den Sprung in die erste überkreisliche Spielklasse. Der Erfolg war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Vera Szybalski

Aufsteiger: Die A-Junioren des TuS Altenberge setzten sich im Entscheidungsspiel gegen den SC Greven 09 deutlich mit 4:0 durch. Foto: Vera Szybalski

Sind es zehn Jahre oder sogar 20? Dr. Thomas Keßler wusste es selbst nicht so genau: „Gefühlt sind es so viele.“ Es ist die Zeit, die der TuS Altenberge darauf warten musste, dass seine A-Jugend in die Bezirksliga aufsteigt. Mehr als einmal waren sie kurz davor, der Vorsitzende erinnert sich noch allzu gut an das Aufstiegsspiel gegen Borussia Münster vor zwei Jahren, als es den Knock-out erst in der Verlängerung gab. Seit Samstag aber hat das Warten ein Ende. Mit einem souveränen 4:0 (3:0)-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen den SC Greven 09 sicherten sich die Altenberger den Aufstieg.

„Die Freude ist riesengroß, das kann man nicht anders sagen“, sagte Trainer Fritz Puhle. „Alle Spieler und vor allen Dingen unsere Verantwortlichen sowie unser Betreuer Hermann Löhring haben sich das verdient. Sie haben über Jahre hinweg darauf hingearbeitet, dass die A-Jugend aufsteigt. Dieses Jahr ist es endlich gelungen.“ Darauf deutete schon früh im Spiel alles hin. Bereits nach einer Viertelstunde war der TuS auf der Siegerstraße. Entscheidend dafür verantwortlich: Leon Konermann (5., 14.), der am Samstag zum Albtraum der Grevener avancierte. Bereits nach fünf Minuten erzielte er die Führung, die er mit einem Abstaubertor – zuvor hatte Grevens Keeper einen Schuss von Robin Drees nicht festhalten können – ausbaute.

Selten sei ein langweiliges, weil einseitiges Spiel so schön gewesen, frohlockte Keßler nachher. Die Nullneuner waren offensiv nicht zwingend genug, Großchancen blieben nahezu aus. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Kasten der Grevener. Wie in der 32. Minute, als Youri Hönighaus das dritte Tor nachlegte. „Wir haben hinten wenig zugelassen und nach vorne unheimlich gut kombiniert. Wir haben das Spiel diktiert und Ball und Gegner klug laufen lassen“, lobte Puhle.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Greven tat sich schwer. Auf der anderen Seite machte Leon Konermann (54.) mit seinem dritten Treffer alles klar zugunsten der Altenberger. Während Grevens Trainer Michael Menke damit haderte, dass sich seine Mannschaft „das schlechteste Saisonspiel für das Entscheidungsspiel aufgehoben hat“, freute sich sein Gegenüber Puhle über „die sicherlich beste Leistung, die wir diese Saison gezeigt haben“.

Einen Dank richtete der Altenberge Coach an die Zuschauer, die nicht nur in der Vielzahl erschienen waren, sondern „uns super unterstützt haben“. Dank gebührt sicherlich auch Hermann Löhring. Getreu dem Motto: Man soll gehen, wenn es am schönsten ist, verabschiedete sich Löhring am Samstag. „Er hört leider auf“, bestätigte Puhle, der nur noch einen klitzekleinen Hoffnungsschimmer hatte, Löhrings Meinung zu ändern: „Wir werden versuchen ihn heute Abend noch zu überreden, aber ich glaube, das klappt nicht mehr.“ Das schönste Abschiedsgeschenk hatte ihm die A-Jugend da schon bereitet.

TuS: Eissing – Övül, Roters, Keßler, Häder – Drees, Wartenberg (83. Funke) – Hönighaus (58. Schocke), Paulsen (64. El-Haji), Konermann (78. Heumann) – Stippel.

Tore: 0:1 Konermann (5.), 0:2 Konermann (14.), 0:3 Hönighaus (32.), 0:4 Konermann (54.).

Trainer Fritz Puhle
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