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Bezirksliga: TuS Altenberge unterliegt dem Favoriten aus Ibbenbüren äußerst unglücklich

Ein 3:6 auf Augenhöhe

Altenberge

Der TuS Altenberge erwischte gegen die Ibbenbürener SpVgg einen bitteren Tag. Nicht nur wegen der letztlich deutlichen Angelegenheit, sondern vor allem, weil sie gegen den Favoriten richtig gut mithielt. Ein Punkt oder gar ein Dreier wäre absolut im Bereich des Machbaren gewesen.

Von Tom Veltrup

Torschützen unter sich: Altenbergers Simon Gerdes (r.) sucht den Zweikampf mit dem Ibbenbürener Maximilian Pelle. Foto: Thomas Strack

Blickt man auf das reine Ergebnis, hört sich das 3:6 (1:2) aus Sicht der Altenberger gegen die Ibbenbürener SpVgg nach einer klaren Angelegenheit an – doch dem war nicht so. Kellerkind Altenberge war dem Tabellenzweiten ziemlich ebenbürtig, am Ende zerfiel der TuS jedoch ein wenig.

In einer wilden Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten schlugen die Gäste erstmals Kapital: Marvin Hagemann legte von links flach in Richtung Fünfmeterraum, wo Lennard Bladt den entscheidenden Schritt vor TuS-Keeper Till Scheipers war und zur Führung einschob (14.). Später war es erneut eine Flanke auf Bladt, die der Ibbenbürener noch annahm und cool verwertete – 0:2 (38.). Immerhin holte sich der TuS mit dem Anschlusstreffer kurz vor der Pause durch Simon Gerdes ein neuen Schwung (45.).

Das brachte allerdings nicht allzu viel, denn zwei Minuten nach Wiederanpfiff trat Maximilian Pelle auf die Euphoriebremse – 3:1. Daraufhin folgte die stärkste Phase der Heimmannschaft. Marius Dylka beispielsweise servierte mustergültig für Christian Hölker, der am zweiten Pfosten zum Anschluss einköpfte (55.). Keine fünf Minuten später nickte Innenverteidiger Kai Leutermann gar zum 3:3-Ausgleich ein. Danach hatte allen voran der eingewechselte Daniel da Costa einige ­dicke Gelegenheiten, um das Ruder komplett herumzureißen.

Und das sollte sich wenig später rächen: Bei einem Klärungsversuch wurde Leutermann vom eigenen Mann angeschossen, die Ibbenbürener schalteten über Steffen Büchter schnell um. Der legte raus auf Pelle, der vorm Tor erneut eiskalt blieb – 3:4 (77.). Auf der anderen Seite ließ Niklas Klapproth diese Coolness vermissen (85.). Janis Schneider machte hingegen mit einem Doppelschlag alles klar (85./88.).

„Wir müssen das Spiel heute auf keinen Fall mit 3:6 verlieren. Kompliment an die Mannschaft, die aus einem 1:3 ein 3:3 gemacht hat und sogar noch Chancen auf den Sieg besaß“, sah Altenberges Coach Dennis Brunsmann seine Jungs auf Augenhöhe mit dem Favoriten. „Wer sie vorne nicht reinmacht, kassiert sie dann hinten. Das ist besonders bitter, weil nach dem 3:3 das Momentum eigentlich auf unserer Seite war. Ein 3:3 wäre letztlich auf jeden Fall nicht das unfairste Ergebnis gewesen.“

TuS Altenberge: Scheipers – Bröker (48. Klapproth), Leutermann, Kemper – Gerdes, Höltje (63. Höltje), Gausling, Hammer (87. Haft) – Schulze (58. da Costa), Dylka, Hölker.

Tore: 0:1 und 0:2 Bladt (14./38.), 1:2 Gerdes (45.), 1:3 Pelle (47.), 2:3 Hölker (55.), 3:3 Leutermann (60.), 3:4 Pelle (77.), 3:5 und 3:6 Schneider (85./88.).

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