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Fußball-Trainerausbildung beim TuS Altenberge

Kaderschmiede TuS Altenberge

Altenberge

Der TuS Altenberge bietet traumhafte Bedingungen. Das finden die beiden Brüder Dennis und Sebastian Berk. Sie bereiten derzeit 38 Trainer auf den Erwerb der C-Lizenz vor. Die angehenden Coaches kommen sogar aus anderen Regionen.

Heiner Gerull

Fit in Sachen Fußball: Diese Teilnehmer bereiten sich derzeit in Altenberge unter der Leitung der beiden Fußball-Lehrer Dennis (stehend rechts) und Sebastian Berk (links) auf die Trainerprüfung zur Erlangung der C-Lizenz vor. Foto: Heiner Gerull

Die Fußballabteilung des TuS Altenberge darf sich auf qualifizierten Trainernachwuchs freuen. Aber nicht nur der TuS – insgesamt 38 weibliche und männliche Teilnehmer absolvieren noch bis einschließlich Karfreitag auf der Sportanlage „Großer Berg“ in Altenberge einen Fußball-Trainerlehrgang, der mit der Erlangung der C-Lizenz seinen Abschluss findet.

„Die Bedingungen hier sind traumhaft. Mit zwei Kunstrasenplätzen, der Soccerhalle, einem Seminarraum und Trainingsmaterial, das der TuS in Hülle und Fülle zur Verfügung stellt, ist Altenberge ein idealer Austragungsort für diesen Lehrgang“, sagt Dennis Berk. Gemeinsam mit seinem Bruder Sebastian leiten die beiden DFB-Trainer und A-Lizenz-Inhaber die Ausbildungsveranstaltung.

Obwohl der Lehrgang vom Fußballkreis Münster ausgeschrieben ist, reicht die Resonanz weit über die lokalen Grenzen hinaus. So begrüßten die beiden Sportpädagogen zum Lehrgangsbeginn am vergangenen Samstag neben den 15 Altenbergern Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet, aus Bielefeld, Minden, Paderborn, Attendorn, Lippstadt und Mülheim/Ruhr.

Dass die angehenden Trainer von so weit her angereist waren, hat seinen Grund. Die praxisnahe, vor allem aber kompakte Vermittlung der für die Prüfung relevanten Inhalte innerhalb eines einwöchigen Seminars gibt es in anderen Fußballkreisen Westfalens in dieser Form kaum. Dort erfolgt die Ausbildung häppchenweise, so dass sich der Lehrgang oftmals über Monate hinzieht. „Das könnte ich mir zeitlich gar nicht erlauben, weil ich beruflich selbstständig bin“, sagt ein Teilnehmer.

Weil er sich für den Lehrgang in Altenberge nur wenige Tage freizunehmen braucht, nahm er die längere Anreise gerne in Kauf. Und nicht nur das. „Einige Fußballer haben sich in Hotels eingemietet“, weiß Stefan Branse, Sportleiter im Juniorenbereich des TuS. Somit ist die Ausbildung mit einem gewissen Wohlfühlfaktor verbunden, der der didaktischen Unterweisung gar den Anstrich eines Kurzurlaubes verleihen kann. Dazu trägt offensichtlich auch das Catering bei, um das sich der TuS ebenfalls gekümmert hat.

Vermittelt werden die Lernstoffe in eineinhalbstündigen Blöcken; jeweils zwei am Vormittag und Nachmittag. „Die Inhalte zielen auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ab. Sie sind eher breitensportorientiert“, erläutert Dennis Berk. Angesichts dieser Zielgruppe liegen die Schwerpunkte der praxisnahen Ausbildung in der Vermittlung individual- und gruppentaktischer Elemente sowie in der Herausbildung grundlegender technischer Fertigkeiten. Womit sich diese Inhalte deutlich von den höheren Stufen der Lehrgänge, etwa der A- oder B-Lizenz, unterscheiden. In denen geht es stärker um die Vermittlung von mannschaftstaktischen Komponenten.

In Altenberge endet das Seminar am Samstag. Dann muss jeder Teilnehmer eine selbst entworfene Trainingseinheit präsentieren. Es ist zugleich die Generalprobe für die eigentliche Prüfung, die am 12. April – ebenfalls in Altenberge – abgenommen wird. Dem schließt sich eine finale Einheit an, in der die angehenden Trainer in Sachen Regelkunde fitgemacht werden.

Für die Brüder Berk ist das Coaching eine Herzensangelegenheit. Das liegt auch daran, dass ihr Auftritt in Altenberge fast ein Heimspiel ist. Zwar ist Dennis Berk als Gymnasiallehrer in Köln und sein Bruder Sebastian am selben Schultyp in Hannover tätig, „unsere fußballerischen Wurzeln liegen aber hier in Westfalen“, sagt Dennis Berk, der einst für den BSV Roxel, Sebastian für den FC Eintracht Rheine spielte.

Dass letztlich auch der vorbildliche Gastgeber TuS Altenberge mit seinen 15 Teilnehmern von diesem Lehrgang profitieren wird, dessen ist sich Dennis Berk sicher: „Da kommt ganz viel Qualität in die Vereinsarbeit.“

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