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Fußball: Frauen-Bezirksliga 6

Langenhorst schießt sieben Tore

Altenberge/Horstmar/Metelen/Ochtrup

In der Fußball-Bezirksliga der Frauen haben der TuS Altenberge und die SpVgg Langenhorst Siege errungen. In einer Partie sah ein Trainer sogar die Gelb-Rote Karte.

Von Günter Saborowskiund

Corinna Rüschof (r.) war gegen Falke Saerbeck wieder mal nicht zu bremsen und erzielte drei Tore für ihre Langenhorster Mannschaft. Foto: Thomas Strack

Dass Fußballtrainer ab und zu unterschiedlicher Meinung sind über Verlauf und Ausgang eines Spiels, soll es geben. Jeder sieht die eigene Mannschaft ein wenig besser an und stellt den Spielverlauf anders dar als der gegnerische Coach. Oder er will die schützende Hand über eine schwache Leistung halten und sein Team nicht in die Pfanne hauen. So kommen manchmal Spielberichte zustande, die knapp an der Wahrheit vorbei gehen, die Fakten unterm Strich, also Ergebnis und Torschützen, stehen aber in der Regel unerschütterlich fest.

Falke Saerbeck - SpVgg Langenhorst/Wel.   0:7 (0:4)

Einbahnstraßen-Fußball sahen die Zuschauer dieser Partie, denn Langenhorst war in Saerbeck klar überlegen. „Es hat eine Viertelstunde, genau bis zur Führung durch Klara Bos, gedauert, dann haben wir die Kontrolle übernommen“, berichtete Marc Betghe. Als Klara Koers nach Vorarbeit von Bos in der 30. und 35. Minute die Fahrtrichtung auf Sieg stellte, und Corinna Rüschoff mit dem 4:0 (40.) den Pausenstand besorgte, war die Partie für Falke gelaufen. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel verwaltet und noch dreimal zugeschlagen, als Saerbeck die Kräfte ausgingen“, ergänzte Bethge.

Turo Darfeld - Matellia Metelen                    4:1 (3:0)

„Aufgrund der Leistung in der ersten Halbzeit haben wir verdient verloren. In der zweiten waren wir besser, hatten mehr vom Spiel und die besseren Torchancen“, fasste Metelens Trainer Stefan Okon die 90 Minuten zusammen. Vor allem eine gegnerische Spielerin machte den Metelener Frauen das Leben schwer: Kim Melchers. „Darfeld hat meist mit langen Bällen auf diese Spielerin agiert. Die wusste, wo das Ding hinmuss, und wir haben uns schlecht darauf eingestellt“, versuchte Okon zu erklären, warum Melchers drei Tore schießen konnte (19., 38. und 54. Minute). Als Darfeld die Zügel ein wenig lockerer ließ, kam Metelen in der 82. Minute noch zum Ehrentreffer durch Anne Spitthoff, die nach einer Hereingabe von Fabienne Iking den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.

TuS Altenberge - SG Horstmar/Leer        2:0 (2:0)

Zunächst die Fakten: Shanice Lüttecke brachte den TuS in der fünften Minute nach einem Pass von Tina Moggia in Führung. Isabel Kannenbrock erhöhte in der 26. Minute, ebenfalls nach Zuspiel von Moggia, auf 2:0. Darüber hinaus sah Horstmars Trainer Stefan Schwarthoff in der 85. Minute die Gelb-Rote Karte vom Schiedsrichter. Die ist allerdings im Spielbericht bei fussball.de nicht aufgelistet.

„Wir haben in der Abwehr wenig zugelassen und das Spiel kontrolliert. Horstmar hatte nur eine Torchance in der ersten Halbzeit. In der zweiten hatten wir weitere gute Möglichkeiten, wurden aber zweimal wegen Abseits zurückgepfiffen. Außerdem hat Leers Torfrau Sabrina Thiemann oft gut pariert“, lobte TuS-Trainer Jürgen Albrecht seine Mannschaft und die gegnerische Torfrau. In der 75. Minute, so Al­brecht weiter, habe Lena Baldus noch einen Kopfball an die Latte gesetzt.

„Ich habe keinen Lattenkopfball gesehen“, erhob Horstmars Trainer Stefan Schwarthoff Einspruch. Außerdem sah er seine Mannschaft in Hälfte zwei näher am Anschlusstreffer als den Gegner. Altenberges Mannschaft, so Schwarthoff weiter, habe in Durchgang eins tief gestanden und gut verteidigt. Im Angriff habe sein Team wenig Glück gehabt, sei vor dem Tor meist einen Schritt zu spät gekommen. Zur Gelb-Roten Karte erklärte der Horstmarer Coach: „In dieser Szene hat eine Spielerin von uns eine TuS-Spielerin festgehalten. Die hat sich dann umgedreht und zugetreten. Der Schiedsrichter zeigte daraufhin nur die Gelbe Karte, und ich habe Rot gefordert. Dafür habe ich die Gelbe Karte gesehen und gesagt: Das ist doch wohl ein Witz. Danach hat mir der Schiri die Gelb-Rote Karte gezeigt.“

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