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Frauen-Bezirksliga 6: Matellia Metelen und TuS Altenberge enttäuschen auf ganzer Linie

SG-Trainer Schwarthoff wechselt „Beckham“ ein

Kreis Steinfurt

Die Fußballerinnen des FC Matellia Metelen haben den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen nicht bestätigen können. Eine schwache Leistung im Heimspiel gegen Teuto Riesenbeck führte zu einer verdienten Niederlage. Die SG Horstmar/Leer überraschte mit einem 2:2 bei Tabellenführer SpVgg Vreden. Das lag zu großen Teilen an einer Spielerin, die ein ganz feines Füßchen an den Tag legte.

Von Marc Brenzel

Die beiden Metelenerinnen Esther Hollekamp (l.) und Fabienne Iking (r.) gehen gemeinsam in den Zweikampf. Nach vier Spielen in Folge ohne Niederlage zog die Matellia gegen Teuto Riesenbeck mit 1:2 den Kürzeren. Foto: Marc Brenzel

Der zwölfte Spieltag in der Frauen-Bezirksliga 6 verlief überhaupt nicht nach den Vorstellungen von Matellia Metelens Trainer Stefan Okon. Und auch sein Altenberger Pendant Hennes Jerzinowski konnte nur mit dem Kopf schütteln. Einer ihrer Kollegen war hingegen ganz verzückt – auch wenn es nur zu einem Teilerfolg reichte.

Matellia Metelen – Teuto Riesenbeck 0:2 (0:1)

Nach vier Auftritten ohne Niederlage wähnte Okon seiner Elf im Aufwind. Und als nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff Anne Langehaneberg die erste Großchance auf dem Fuß hatte, dachte der Coach so im Stillen: „Es läuft ja schon wieder ganz gut.“ Doch der Übungsleiter wurde eines Besseren belehrt, denn von seiner Truppe kam nicht mehr viel: „Wenn nur zwei, drei Spielerinnen bereit sind zu kämpfen, dann brauchst du dich nicht über eine Niederlage zu wundern.“ Möglichkeiten, Tore zu erzielen, gab es zwar noch durch Fabienne Iking und Maike Faber, aber Zählbares produzierten nur die Gäste: Zunächst Josefine Weiß (25.), dann Sophie Strotmann (74.).

SpVgg Vreden – SG Horstmar/Leer 2:2 (1:0)

Diverse Ausfälle nötigen SG-Trainer Stefan Schwarthoff personelle wie taktische Umstellungen ab. Die erwiesen sich zunächst nicht als gewinnbringend, denn die erste Halbzeit ging klar an das Heimteam. Lisa-Marie Beuting besorgte das daher auch verdiente 1:0 (11.). Kurz nach der Pause ließ die gleiche Spielerinnen den zweiten Treffer folgen. „Danach haben wir uns aber super reingekämpft“, lobte Schwarthoff die Moral. Maike Kreimer und Sandra Thiemann verpassten noch das 1:2, doch das erwies sich als nicht so tragisch, denn die SG hatte einen Joker, der stach: Die eingewechselte Katrin Denkler schlüpfte in die Rolle eines David Beckham und verwandelte einen Freistoß aus 18 Metern zen­traler Position mit einem Strahl (62.). In der Schlussminute wiederholte sich die Szene – nur mit dem Unterschied, dass Denkler den Ball diesmal mit Effet in die Maschen schlenzte und so einen Zähler für ihr Team sicherte. „Dass Katrin über einen harten Schuss verfügt, wusste ich. Aber dass sie so Freistöße schießen kann, hat mich auch überrascht“, kommentierte Schwarthoff. Für ihn stand fest: „Ein 2:2 beim Tabellenführer ist aus meiner Sicht definitiv ein gewonnener Punkt.“

Westfalia Hopsten – TuS Altenberge 1:0 (0:0)

„Ich kann mir diese Leistung absolut nicht erklären“, rang Altenberges Hennes Jerzinowski nach der Niederlage in Hopsten nach Worten. Beinahe entsetzt war das Trainer-Urgestein, wie wenig Leidenschaft seine Elf an den Tag legte. Dementsprechend harmlos verlief der Auftritt der Grün-Weißen. „Wir haben nicht einmal richtig auf das Tor geschossen“, monierte er. „Vielleicht macht sich die eine oder andere zu viele Gedanken, weil wir jetzt so weit oben stehen. Aber das ist unangebracht, denn Druck ist keiner da. Der Aufstieg war nie ein Thema und wird auch kein Thema sein.“ Das Tor des Tages erzielte übrigens Celina Loose in der 70. Minute.

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