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Handball: Re-Start Ende Juni?

20 Prozent Hoffnung – HSG Ascheberg/Drensteinfurt sieht sich gerüstet

Ascheberg

Carsten Gburek, Chef der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, hätte nichts gegen ein Ende der bald siebenmonatigen Zwangspause. Theoretisch wäre sogar ein Aufstieg der Kreisliga-Männer denkbar. Es gibt da aber noch ein paar offene Fragen.

Von Florian Levenig

Steigen Marc Ziegelhöfer (am Ball) und Co. im Sommer tatsächlich auf? Ganz ausschließen wollen die Verantwortlichen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt das nicht. Foto: Kay Siemund

Hallensport – zumal ein so intensiver, körperbetonter wie Handball – scheint trotz allerorts sinkender Infektionszahlen immer noch nicht das Gebot der Stunde zu sein. Indes: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50, an der der Kreis Coesfeld seit ein paar Tagen beharrlich kratzt, dürften auch die Spieler der HSG Ascheberg/Drensteinfurt unter Einhaltung aller Hygienebestimmungen zurück aufs Parkett. Dass sie sich im Vorfeld testen lassen müssten, wäre ebenfalls nicht das Riesenproblem, immerhin gibt es direkt an der Profilschule eine Teststation. Überdies haben drei Teams der Spielgemeinschaft (anders als zum Beispiel die Mannschaften des ASV Senden) fristgerecht ihre Absicht bekundet, bei einer Pokal- oder Aufstiegsrunde Ende Juni, Anfang Juli antreten zu wollen.

So weit die Theorie. In der Praxis beziffert HSG-Pressewart Oliver Sevenich die Chance, dass diese Wettbewerbe tatsächlich ausgetragen werden, auf „20 Prozent“. Zum einen wäre da der nötige Vorlauf: „Vier, fünf Wochen bräuchten wir schon, um uns in der Halle auf den Re-Start vorzubereiten. Alles andere wäre aus meiner Sicht der Gesundheit der Sportler nicht zuträglich.“ Seit gut einem halben Jahr sind die Zusammenkünfte der örtlichen Aktiven rein virtueller Natur.

Möglicher Gegner aus dem Kreis Steinfurt

Sevenich, derzeit verletzter Keeper der Ersten, sieht aber noch ein weiteres mögliches Problem. Sowohl in den Pokalpartien, an denen die zweite Mannschaft (1. Kreisklasse) und die Kreisliga-Frauen der HSG teilnehmen würden, als auch in einer etwaigen Bezirksliga-Relegation der eigenen Sieben bekäme es die Spielgemeinschaft jeweils mit Teams aus dem Kreis Steinfurt zu tun, „wo sich immer noch deutlich mehr Menschen anstecken als bei uns“. Einziger Gegner der Ersten im Rennen um den Aufstieg wäre demnach der VfL Mettingen.

HSG-Chef Carsten Gburek hätte nichts gegen ein Ende der bald siebenmonatigen Zwangspause: „Unsere Männer, Frauen und Jugendlichen brennen ohne Ausnahme. Falls die Kommune grünes Licht gibt, wir also tatsächlich zum Trainieren in die Profilschule dürfen, und wenn wir überdies jegliches Risiko minimieren können, dann wird der Vorstand dem sicher nicht im Weg stehen.“

Denkbar sei überdies, dass die Ascheberger als Ausrichter der Pokal- und/oder Aufstiegsspiele fungierten. Betrachte man die Sache rein sportlich, „war ja eh die Rückkehr der ersten Mannschaft in die Bezirksliga das kurz- bis mittelfristige Ziel.“ Ein solcher Erfolg „würde unserer ganzen Abteilung einen Schub geben“, glaubt der Vorsitzende.

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