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Fußball: Landesliga 4

Alle unterhaken – Michael Schulte zurück in Herbern

Herbern

Gleich sieben neue Spieler werden beim Start des SV Herbern in die Wintervorbereitung erwartet. Der wohl Prominenteste aus dem Septett hatte seine Karriere eigentlich längst beendet.

Wollen in der Rückrunde wieder gemeinsam jubeln: Michael Schulte (v.l.), Luca Dombrowski und Daniel Krüger. Foto: flo

Vor ein paar Tagen gaben die Verantwortlichen des SV Herbern bekannt, dass Michael Schulte ab sofort wieder seine Schuhe für den Landesligisten SV Herbern schnürt. Am Samstag (7. Januar), 13 Uhr, steht, nach zwei Jahren Pause, Auflage 35 des Davertpokals an, Ausrichter ist ebenfalls der SVH. Ob da ein direkter Zusammenhang besteht?

„Lustige Frage“, findet der 35-Jährige und lacht. Aber im Ernst: „In der Halle zu zocken, macht immer Laune, wenngleich das Turnier diesmal etwas kleiner ausfällt.“ Auch sei seine persönliche Quote in Ascheberg – zwei Siege bei drei Teilnahmen – so schlecht nicht (mit den Alten Herren der SG Sendenhorst triumphierte er überdies kürzlich bei Pott‘s- und Ausber-Cup). Zudem freut sich der Defensiv-Allrounder auf das Wiedersehen mit Ex-Coach Holger Möllers sowie mit den ehemaligen Kollegen Airton und Leo Fenker, das Trio steht inzwischen in Diensten des SV Westfalia Kinderhaus („eine Top-Hallen-Combo“).

Und schließlich: Ein gutes Abschneiden beim traditionsreichen Indoor-Kick an der Nordkirchener Straße könne immer auch Rückenwind für den Re-Start auf dem Feld geben. Denn, damit zurück zur Eingangsfrage, er kehre natürlich nicht nach nur sechs Monaten zu den Blau-Gelben zurück, um im Januar mit den alten Kumpels ein bisschen auf dem Parkett zu wirbeln: „Oberste Priorität hat logischerweise die Rückrunde.“

Abschied erst vor sechs Monaten

Dabei hatte sich der Mittdreißiger ja längst vom Leistungssport verabschiedet. Schultes ursprünglicher Plan im Sommer 2022: mehr Zeit für Berufliches wie Privates zu haben, nebenher für die SGS-Oldies aufzulaufen. Jetzt habe es sich halt ergeben, dass er im Verlauf der Hinrunde ein paarmal bei seinem Heimatverein in der ersten Mannschaft aushalf. Und, trotz des Trainingsrückstands, „ganz gut mitgehalten habe“. Zum anderen habe er stets geschaut, wie sich Herbern – neben Sendenhorst Schultes Herzensverein – schlage: „Bei fünf Partien des SVH war ich persönlich vor Ort.“

Sein Eindruck? „Die Mannschaft ist absolut konkurrenzfähig. Abgesehen von der Partie in Albachten war punktetechnisch fast immer was möglich.“ Dass sein altes, neues Team trotzdem aktuell unterm Strich steht, „hat sicher auch mit der Verletztenmisere zu tun, das war in der Hinrunde 2021/22 ja nicht anderes. Wobei wir danach nur noch ein einziges Spiel, das gegen die Übermannschaft Bönen, verloren haben.“

Ausgangslage ernster als vor einem Jahr

Ein gutes Omen für den zweiten Saisonteil? „Ich denke schon, dass das eine echte Mammutaufgabe wird. Die Ausgangslage mit den vielen Absteigern ist noch mal ernster als vor zwölf Monaten. Zumal man davon ausgehen muss, dass sich Werne und Senden, die da unten fußballerisch eigentlich nicht hingehören, wieder berappeln werden.“

Den Turnaround zu schaffen: Das werde nur gelingen, „wenn wirklich alle an einem Strang ziehen. Nicht bloß Trainer wie Spieler der ersten Mannschaft, sondern der ganze Verein. Die U 23, die Jugendlichen, die Damen, die Funktionäre, die Fans.“ Zumindest an der Stelle sieht Schulte die Blau-Gelben bestens aufgestellt: „Einen solchen Zusammenhalt habe ich in all den Jahren höchstens noch bei der SGS und damals in Beckum erlebt. Sonst würde ich jetzt auch nicht nach Herbern zurückkehren und versuchen, dem Klub aus dieser schwierigen Lage rauszuhelfen.“

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