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Fußball: Kreisliga A2 Münster

Alles, was bei Bolle-Besuch zählt: Grün gegen Blau

Davensberg/Ascheberg

Am Sonntag (19. September), 15 Uhr, steigt das Gemeinde-Derby zwischen dem TuS Ascheberg und Davaria Davensberg. Ein Gästespieler kennt beide Teams genau – und freut sich auf das Wiedersehen mit den Ex-Kollegen.

Von Florian Levenig

Da kickte Hendrik Bolle (r.) noch für den TuS Ascheberg. Im Sommer ist der Defensiv-Allrounder zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Foto: flo

Wettangebote gab’s bislang keine. Dabei kann sich Hendrik Bolle vor dem A-Liga-Gemeinde-Derby am Sonntag (19. September), 15 Uhr, zwischen dem TuS Ascheberg und Davaria Davensberg durchaus vorstellen, ein paar Euro zu riskieren. Auf wen er die Kohle in dem Fall setzen würde? „Auf Davensberg natürlich.“ Trotz der bislang drei Ligapleiten und dem Ausscheiden im Kreispokal wähnt Bolle die Davaria „weitestgehend auf Augenhöhe mit dem TuS“.

Wenn einer Stärken wie Schwächen beider Teams seriös einzuschätzen vermag, dann ist es der Defensiv-Allrounder der Gäste. Schließlich hat der Mann erst im Sommer die Seiten gewechselt. Macht man ja eigentlich nicht (so wie man üblicherweise auch nicht von Atlético zu Real oder den Boca Juniors zu River Plate geht). Bolle hat aber eine gute Entschuldigung: Der 26-Jährige ist waschechter Davensberger, seine sportliche Heimat das Waldstadion. Er habe die komplette Jugend am Rinkeroder Weg verbracht und zunächst auch bei den Senioren – damals wie heute unter Tino Grote – gekickt.

Plausch davor, Bierchen danach

Die Rückkehr sei für ihn eine Herzensangelegenheit, hatte Bolle den WN im Frühjahr, als der Transfer fix war, erzählt. Was sein weiter gutes Verhältnis zu den Aschebergern in keiner Weise belaste: „Das sind doch immer noch meine Kumpels. Vor dem Spiel wird gequatscht, hinterher gibt’s ein gemeinsames Bierchen.“

Dazwischen indes, das mag Bolle nicht verhehlen, „zählt nur eins – Grün gegen Blau. Da darf und wird es sicherlich zur Sache gehen. Die Duelle mit dem TuS und Herbern 2 sind für jeden Fußballer aus der Gemeinde die Saison-Highlights. Auf welcher Position er sich den Ex-Kollegen am Sonntag in den Weg stellt? „Gern auf der Sechs, da kann ich meine Stärken am besten einbringen. Aber letztlich spiele ich da, wo ich gebraucht werde.“

In der Team-Hierarchie scheint Bolle – für einen Neuzugang ungewöhnlich – eher oben angesiedelt. „Vielleicht wirkt das so, weil ich die Strukturen im Verein bereits kannte und mit einigen Jungs schon damals gemeinsam auf dem Feld stand.“

Ob er es bereue, dass er den TuS-Leuten während des Lockdowns Fitness-Tipps via Zoom gegeben hat? „Nö. Ist doch super, wenn ich meinen Beitrag dazu leisten konnte, dass die Ascheberger verletzungsfrei durch die Pandemie gekommen sind. Und je fitter der Gegner ist, desto mehr Spaß macht mir persönlich das Kicken.“

Trotzreaktion?

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