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Fußball: Kreisliga B

Auf die Familie ist Verlass – Rojhat und Mirhat Atalan coachen Davaria

Davensberg

Davaria Davensberg hat nicht nur einen, sondern gleich zwei Trainer für den Neustart nach dem A-Liga-Abstieg gefunden. Beide tragen denselben Nachnamen.

-flo-

Erster Trainerjob: Mirhat Atalan (M.) Foto: fw

Einfach waren die vergangenen Wochen nicht. Erst der bittere Gang in die B-Liga, dann die drängende Frage, wer denn nun den Trainerjob bei Davaria Davensberg übernimmt. Und schließlich der Abgang von ausgerechnet den zwei Spielern, um die herum der Klub eine neue Mannschaft mit ganz viel Lokalkolorit aufbauen wollte. Sogar „das Damoklesschwert“, das Team komplett abzumelden, habe über dem Rinkeroder Weg geschwebt, gesteht Tino Grote, der sportliche Leiter. Zumindest einen Trainer haben die Verantwortlichen nun gefunden – zwei sogar: Das alte Tandem Mike Raed/David Kapuschzik wird von einem neuen – den Cousins Rojhat und Mirhat Atalan – abgelöst.

Als Innenverteidiger eine Bank: Rojhat Atalan. Foto: rau

Beide sind Anfang 30 und verdiente Davaren, beide waren schon zu Landesligazeiten im Waldstadion aktiv (unter ihrem Onkel Ismail Atalan), für beide ist es die erste Trainerstation. Auch ist laut Grote geplant, dass der eine wie der andere bei Bedarf weiter die Stiefel für die Davensberger schnürt. Rojhat ist im Abwehrzentrum der Blau-Weißen eh seit Jahren eine Bank, Mittelfeldmann Mirhat kickte zuletzt bei Bezirksligist Bösensell.

Vier Abgänge – mindestens

Auf dem Feld werden sie womöglich auch deshalb gebraucht, weil mindestens vier Mann den Klub verlassen. Nico Kleine geht nach Bösensell, Benedikt Godek zu BW Ottmarsbocholt, Serkan Can kehrt zum FC Mecklenbeck zurück und Hendrik Bolle zum TuS Ascheberg. Godek und Bolle, gebürtige Davensberger, standen für das Projekt, auf mehr Einheimische zu setzen. Es ist fürs Erste vom Tisch – zumal ein weiterer Ur-Davare, Lukas Bruck, von den Ottmarsbocholtern heftig umworben wird und der ewigen Nummer eins, Andreas Stilling, die Offerte eines benachbarten A-Ligisten vorliegen soll.

„Ein Stück weit enttäuschend“ findet Grote, dass ausgerechnet die von dannen ziehen, „die das künftige Gesicht des Vereins sein sollten“. Dafür wisse er nun, „auf wen wir uns wirklich verlassen können“, so der sportliche Leiter vielsagend. Leistungsträger wie Dennis Kreuzberg sind dem Vernehmen nach beim Re-Start im Unterhaus fix dabei, Gleiches gilt für Rückkehrer Kevin Krämer und dessen jüngeren Bruder Mike, der einst bei Preußen Münster ausgebildet wurde und beim SC Roland ebenfalls Oberligaluft schnupperte.

Grote schätzt, „dass wir sieben, acht neue Leute brauchen“, Interessierte von gehobenem B-Liga-Format dürften sich gern proaktiv bewerben. Eine Rückkehr in die Kreisliga A sei zwar mittelfristig angedacht, jedoch nicht das vorrangige Ziel schon in der kommenden Saison: „Ich denke, dass wir genug Qualität haben, um oben mitzumischen. Aber so ein Aufstieg lässt sich nicht am Reißbrett planen.“ Zumal andere Teams, allen voran der FC Nordkirchen 2, Ähnliches im Sinn hätten.

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