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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Aufstockung willkommen – 2022/23 wohl wieder zwei Staffeln

Lüdinghausen

In der Saison 2022/23 wird es wohl wieder zwei Staffeln mit jeweils bis zu 18 Mannschaften geben. Beim SV Herbern, dem TuS Ascheberg, Davaria Davensberg und BW Ottmarsbocholt käme das gut an. Aus Gründen.

Von Florian Levenig

Die Spieler des SV Herbern und des TuS Ascheberg (am Ball: Lennart Heubrock) hoffen auf mehr Partien in der kommenden Saison. Foto: flo

Dafür, dass die A-Ligen im Fußballkreis Münster im Sommer 2020 coronabedingt deutlich verkleinert wurden, gab es Lob von allen Seiten. „Das war die optimale Lösung“, findet etwa Christian Schmauck, der sportliche Leiter des SC BW Ottmarsbocholt. Jetzt, da ein Ende der Pandemie in Sicht scheint, deutet sich eine Rückkehr zum Vorkrisenmodus – zwei statt drei Staffeln mit bis zu 18 Teams – an. Und auch dafür gibt es breite Zustimmung.

„Mehr Heimspiele, besserer Rhythmus, entzerrter Abstiegskampf“, nennt Oliver Gellenbeck, Abteilungschef des TuS Ascheberg, gleich drei Gründe dafür, wieso er sich das alte Modell zurückwünscht. Was bei den hiesigen Teams tatsächlich nicht so gut ankommt: Aufgrund des anzuwendenden 14er-Schlüssels (in den Parallelklassen sind je 13 Mannschaften am Start) setzen Ascheberg und Co. zwei Mal pro Runde aus.

Und was das Ringen um den Klassenerhalt angeht: Wenn von zwölf Mannschaften bis zu drei runtergehen, steht man nach einer kleinen Pleitenserie ruckzuck am Abgrund – und hat kaum mehr Zeit, die Dinge zum Guten zu wenden. Der TuS ist längst noch nicht aus dem Gröbsten raus, noch düsterer sieht es diesbezüglich für den SV Davaria Davensberg aus. Zwar glaubt dessen Geschäftsführer, Uwe Eickholt, „dass wir nach den guten Ergebnissen in Mecklenbeck und gegen Aasee die Kurve kriegen, aber es bleiben eben auch nur noch neun Partien“. Eickholt („planen zweigleisig“) plädiert daher ebenfalls für eine Aufstockung. Derzeit dürfte es nach Lage der Dinge auf zwei 16er-Ligen hinauslaufen.

Abstand kaum wettzumachen

Die U 23 des SV Herbern ist als momentaner Fünfter so oder so auf der sicheren Seite. Was für die bedrohten Ränge gelte, trifft laut SVH-Coach Daniel Heitmann indes auch auf das Titelrennen zu: „Unser Abstand zur Spitze beträgt zehn Zähler. Die in so kurzer Zeit wettzumachen, ist nahezu utopisch. Stünden dagegen noch 15 Begegnungen an, hätten wir zumindest die theoretische Chance, ganz vorn anzugreifen.“ Ein weiterer Punkt, der insbesondere den Top-Teams in der laufenden Spielzeit ein Dorn im Auge sein dürfte: Die A-Liga-Meister steigen nicht direkt auf, sondern ermitteln die zwei künftigen Bezirksligisten in einer Dreierrunde – die 2022/23 wohl hinfällig wäre.

Auch die Blau-Weißen sehnen den Status quo ante laut Schmauck herbei, „im Idealfall bekommen wir noch mehr Derbys“. Wobei: 18 Mannschaften wären aus seiner Sicht fast schon zu viel des Guten: „Gerade unsere älteren Spieler, zumal die Familienväter, wissen die zusätzlichen freien Sonntage und die längere Winterpause durchaus zu schätzen.“

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