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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Beben im Waldstadion – Wendel nicht mehr Davaria-Coach

Davensberg

Davaria Davensberg und David Wendel gehen ab sofort getrennte Wege. Der Cheftrainer hatte sich zuletzt mit mehreren Spielern überworfen. Eine Übergangslösung ist bereits gefunden.

-flo-

Gegangen (worden): Davensbergs Trainer David Wendel. Foto: flo

David Wendel, das die Nachricht des Tages vor dem A-Liga-Derby am Sonntag (12. September), 15 Uhr, zwischen Davaria Davensberg und dem SV Herbern 2, ist nicht mehr Trainer der Blau-Weißen. Je nachdem, wen man fragt, hat der Vorstand den Coach vor die Tür gesetzt – oder Wendel selbst die Brocken hingeschmissen.

Unstrittig ist: Sowohl mit einzelnen Spielern als auch mit einem Teil der Verantwortlichen hatte sich Wendel zuletzt überworfen. Ausdrücklich keine Probleme, das ist dem Ex-Coach wichtig, habe er mit dem sportlichen Leiter der Davaren, Tino Grote, gehabt: „,Molo‘ hat immer zu mir gestanden, hat zu vermitteln versucht, wenn es Differenzen gab. Die Zusammenarbeit war durchweg vertrauensvoll.“

„Molo“ kann das bestätigen: „David hat viele Dinge angestoßen, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Er hat ja auch dank seiner guten Kontakte an der Zusammenstellung des Kaders mitgewirkt. Fachlich kann man ihm eh nichts vorwerfen. Daher finde ich es einerseits schade, dass sich unsere Wege jetzt trennen. Auf der anderen Seite war der Riss zwischen Teilen der Mannschaft und ihm nicht mehr zu kitten.“

Was mit jenen Spielern passiert, die die vermeintliche Revolte angezettelt haben? Dürfen die bleiben? An der Stelle hat Grote eine etwas andere Sicht auf die Dinge als Wendel: „Klar gibt‘s den einen oder anderen etwas speziellen Typen in der Mannschaft. Aber ich komme mit den Jungs ausnahmslos klar. Dass man mal anderer Meinung ist als der Cheftrainer und das auch kundtut: Mein Gott, dass hat’s hier selbst zu Verbandsligazeiten unter Heiko Ueding gegeben. Das passiert doch überall.“

Insofern habe Wendel (der schon während der Vorbereitung kurzzeitig das Amt zur Verfügung gestellt hatte, da er seine Autorität als Trainer beschädigt sah) „die Dinge an der einen oder anderen Stelle vielleicht zu sehr an sich rangelassen“.

Bis auf Weiteres – „hoffentlich nicht viel länger als die nächsten drei Spiele“ – sitzt Grote selbst auf der Bank. Die Rede ist von den beiden Ortsderbys gegen Herbern 2 und in Ascheberg (19. September) sowie dem Kreispokalduell mit dem BSV Ostbevern am kommenden Donnerstag (16. September), 20 Uhr, im Waldstadion.

Zerschlagen hat sich unterdessen die bereits fix vermeldete Rückkehr von Maurice Tia an den Rinkeroder Weg. Die (nicht ganz einfache) Finanzierung des Torjägers war laut Grotte nicht der Hauptgrund für den geplatzten Transfer. Vielmehr habe es Unstimmigkeiten zwischen Tia und dessen Ex-Klub TuS Sinsen gegeben.

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