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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

„Curry“ gibt dem Derby Würze – TuS Ascheberg sieht in Herbern

Herbern

Der TuS Ascheberg hat das Derby bei der U 23 des SV Herbern mit 2:1 (0:1) gewonnen. Dabei hatten die Hausherren in den ersten 45 Minuten alles im Griff.

Von Florian Levenig

Derbysieger, Derbysieger: Der Jubel der Ascheberger kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. Foto: flo

In den ersten

45 Minuten war das A-Liga-Nachbarschaftsduell zwischen der U 23 des SV Herbern und dem TuS Ascheberg eine fade Angelegenheit. Zumindest in Bezug auf die Gäste. Dann kam – nach längerer Verletzungspause – „Curry“, wie TuS-Angreifer Dennis Heinrich nur gerufen wird, in die Partie. Und mit ihm die nötige Derby-Würze. Plötzlich ackerten die zuvor so verzagten Ascheberger wie blöde, schmissen sich in jeden Ball der Blau-Gelben, spielten sogar ein bisschen Fußball und erzielten vor allem zwei Tore. Während der SVH-Reserve, die in Hälfte eins das Geschehen auf dem Kunstrasen am Siepenweg komplett im Griff gehabt hatte, nur ein Treffer gelang.

„,Curry‘ war ein Stück weit der Matchwinner“, urteilte TuS-Coach Marcel Bonnekoh – überglücklich, dass sein Team nach zuvor sieben Pleiten in Serie ausgerechnet in der so prestigeträchtigen Begegnung dreifach punktete. „Bitter“ fand, nachvollziehbarerweise, SVH 2-Trainer Daniel Heitmann den 1:2 (1:0)-Ausgang des Duells

Wende binnen 120 Sekunden

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Denn: Als die Bonnekoh-Schützlinge 45 Minuten zuvor mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen, deutete nichts auf die dann folgende, spektakuläre Wende hin. Mit dem knappen Pausenrückstand war der TuS noch bestens bedient. Nach vorne ging gar nichts, hinten wackelte die Mannschaft mehrfach bedenklich. Tobias Kofoth war es, der sein Team mit zwei tollen Paraden im Match hielt. Völlig regungslos blieb der Ascheberger Schnapper dagegen beim 1:0. „Ich hab’ mit einer Flanke gerechnet“, erklärte Kofoth. Doch im nächsten Moment schlug Philo Gremmes trockener Distanzschuss – gewollt oder nicht – rechts unten im Eck ein. „Dafür habe ich die anderen Dinger alle weggefischt“, grinste die Nummer eins des TuS, die sich auch nach dem Wechsel mehrfach auszeichnete.

Und damit zu jenen 120 Sekunden, in denen seine Kollegen den Verlauf der Partie auf den Kopf stellte. Erst nickte Jonas Hüging eine von Tim Witthoff getretene Ecke am zweiten Pfosten ein. Und nur wenig später führten die Grün-Schwarzen gar. Ausgangspunkt war abermals der starke Witthoff, der mit einem langen Ball Heinrich auf die Reise schickte. Der wiedergenesene Goalgetter legte das Leder an Herberns Schlussmann Timo Zurloh vorbei und bediente in der Mitte Mirco Schwipp, der wenig Mühe hatte, zum umjubelten 1:2 einzuschieben.

SVH 2: Zurloh – Paschedag, Hülk, Eickholt (63. Tüns), Mangold – Höring (68. Gröne), Rahenbrock (73. Overs) – Kortendick, Jäger, Sondermann – Gremme. TuS: Kofoth – S. Hüging, Roberg, Hartwig, Rüschenschmidt – Sobbe, J. Hüging – Witthoff (88. Trahe), Brumann (46. Heinrich, 89. White) Schwipp – Hölscher (68. Heubrock). Tore: 1:0 Gremme (35.), 1:1 J. Hüging (52.), 1:2 Schwipp (54.).

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