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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Das ist ein Hammer – Novize Wendel coacht Davaria Davensberg

Davensberg

Es hat ein bisschen gedauert, doch jetzt sind die Entscheider beim SV Davaria Davensberg fündig geworden: David Wendel heißt der Mann, der die im Sommer scheidenden Trainer Masen Mahmoud und Mike Raed beerbt. Eine interessante Wahl.

Von Florian Levenig

Ihr Verein SV Davaria Davensberg: der künftige Coach David Wendel (l.) und Tino „Molo“ Grote. Foto: Davaria

Nachdem Bodo Gadomski und Daniel Hirschfeld den Davaren abgesagt hatten (WN berichteten), begann für Tino Grote, sportlicher Leiter des Fußball-A-Ligisten Davensberg, „die Trainersuche wieder bei null“. Mancher wird sich angesichts des Zeitdrucks – längst sind die meisten Bänke in der Region besetzt – gefragt haben, ob das wohl noch was wird mit einem Coach für die kommende Saison. „Und dann hatten wir die freie Auswahl“, lacht „Molo“. Hirschfeld schien plötzlich doch wieder interessiert, auch mit Mohammed „Simo“ Sroub, Trainer-Legende in der Domstadt und ehemaliger Spieler im Waldstadion, gab es Gespräche. „Bewusst entschieden“ (Grote) hätten sich die Blau-Weißen dann aber für einen Novizen im Männer-Bereich: David Wendel.

David wer? Im Raum Münster mag der Mann weitgehend unbekannt sein, in Hamm hat er sich bereits einen Namen gemacht. SVF Herringen, SSV Hamm oder, zuletzt, der TuS Uentrop sind nur einige der Klubs, für die Wendel in der Heimat die Stiefel schnürte. Beim TuS Eving Lindenhorst (Dortmund) war er, als A-Jugendlicher, auf dem Sprung in die Landesliga.

Aktive Zeit früh vorbei

Nach einem Haushaltsunfall und dem zweiten Kreuzbandriss endete die aktive Zeit früh, nicht aber die Leidenschaft für den Fußball. Trotz seiner erst 23 Jahre ist Wendel bereits eine ganze Dekade im Trainergeschäft tätig, wenn auch bislang ausschließlich im Nachwuchsbereich (etwa bei Westfalia Rhynern). Nun also die erste Station bei den Senioren, passend zum Saisonstart peilt Wendel den Erwerb der B-Lizenz an.

„David hat ´ne Vision, der hat Biss, der kann Talente entwickeln und packt mit an“, hat Grote im Austausch mit dem künftigen Coach festgestellt. Aus Sicht des Sportchefs genau der richtige Mann, um den bevorstehenden Umbruch entscheidend zu begleiten. „Etwa zehn Leute“ wolle Davensberg im Zuge dessen an den Rinkeroder Weg lotsen, ähnlich viele dürften den Verein am Saisonende verlassen.

„Wir haben eine lange Liste“, schmunzelt Wenzel, der in der Lippestadt bestens vernetzt ist und daher bei der Zusammensetzung des Kaders laut Grote ausdrücklich ein Wörtchen mitreden soll. Weil der Trainer in spe auf „laufintensiven“ Fußball setzt, brauche es auch und vor allem junge Spieler, die er unter Umständen selbst ausgebildet hat. Der sportliche Leiter verhandelt derweil mit „vier, fünf“ Ehemaligen, die es nach der Juniorenzeit bei der Davaria zu den umliegenden Klubs zog. Aber auch für Spieler aus der bestehenden Ü 30-Fraktion sei weiter Platz im Aufgebot, wie Grote betont.

Kreuzberg und Merten nach Stewwert?

Mit Dennis Kreuzberg wird wohl ein weiterer Leistungsträger den hiesigen A-Ligisten im Sommer verlassen. Zwar sei die Sache noch nicht zu 100 Prozent fix, so Tino Grote. Die Zeichen stünden aber eher auf Trennung. Der Defensiv-Allrounder wird mit dem SV Drensteinfurt in Verbindung gebracht. Dorthin zieht es dem Vernehmen nach einen weiteren ehemaligen Davensberger, Innenverteidiger Christopher Merten. Die Stewwerter stehen – wie die Davaren, aber eine Klasse höher – vor einem radikalen Neuanfang. Inzwischen ist auch bekannt, wohin es die Morsel-Brüder Jawad (ein Kumpel des künftigen Davaria-Trainers David Wendel) und Mohamed Morsel verschlägt. Die beiden Offensivkräfte heuern 2021/ 22 beim Bezirksligisten TSC Kamen an. (flo)

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