1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Teilnahme für Holger Möllers Ehrensache

  8. >

Fußball: Davertpokal

Teilnahme für Holger Möllers Ehrensache

Ascheberg

Schon als Spieler triumphierte Holger Möllers an der Nordkirchener Straße. Noch beeindruckender ist die Bilanz als Trainer. Am Samstag (7. Januar) könnte der Ascheberger seiner Erfolgsstory ein weiteres Kapitel hinzufügen.

Hat als Spieler, als Co-Trainer sowie als Chefcoach mit Herbern und Ascheberg Davertpokalgeschichte geschrieben: Holger Möllers. Foto: flo

Es gibt kaum einen, der diesen Wettbewerb so geprägt hat wie Holger Möllers. Von den bislang 34 Davertpokal-Ausgaben hat der Mann nur die wenigsten verpasst. Schon als Spieler, mit dem SV Herbern, triumphierte Möllers an der Nordkirchener Straße. Noch beeindruckender die Bilanz als Trainer: Den TuS Ascheberg führten Martin Eickmeyer und er 2014, durchaus überraschend, zum Turniersieg – nach Neunmeterschießen im Finale gegen den SVH, mit dem er dann später drei Mal den Titel holte. Möllers könnte also, und das wäre absolut einzigartig in der langen Geschichte dieses Wettbewerbs, mit drei verschiedenen Teams den Davertpokal gewinnen. Am morgigen Samstag (7. Januar), beim Re-Start nach zwei Jahren Corona-Pause, steht der Ascheberger als Coach des SV Westfalia Kinderhaus hinter der Bande.

Kinderhaus wie aus einem Guss

Und wer den Westfalenligisten in den vergangenen Wochen übers Parkett hat schweben sehen – Platz drei in Nienberge, Sieg in Everswinkel, Finale bei den Stadtmeisterschaften – muss beinahe zwingend damit rechnen, dass die Münsteraner auch morgen in der Profilschule abliefern.

Ob er seinen Schützlingen eingetrichtert habe, bei den „Stadtis“ noch nicht alle Karten aufzudecken, da das wichtigste Indoor-Turnier, das in Möllers`Heimatort, erst noch bevorsteht? „Nee“, sagt der Coach und lacht, an die alljährliche Großveranstaltung am Berg Fidel reiche nicht mal der ehrwürdige Davertpokal ran. Trotzdem Ehrensache, dass er Dominik Reher seine Zusage gab, als dem diesjährigen Turnierchef die Teilnehmer auszugehen drohten.

Nur Möllers` Plan, um die vier Ascheberger im Kader herum ein Team zu formen, geht nicht auf. Luis Haverland (in Münster erfolgreichster Torschütze sowie bester Spieler), Daniel Schürmann und Airton („der einzige Brasilianer, der von sich sagt, dass er kein Hallenflemmer ist“) urlauben. Bleibt Schnapper Leo Fenker, wie Möllers und Airton ein Ex-Blau-Gelber (Haverland spielte an der Werner Straße mal zur Probe vor).

Spaß an erster Stelle

Aber: „Wir haben ja noch ein paar andere im Kader, die in der Liga vielleicht nicht so zum Zuge kommen und die Chance haben, beim Davertpokal ihr Selbstbewusstsein mit Blick auf die Rückrunde zu stärken.“

Was erst recht für die Spieler des Ausrichters gelte, denen er nur das Beste für Saisonteil zwei wünscht („der Super-Gau wäre für mich, wenn Herbern, Werne und Senden aus der Landesliga absteigen“). Ein Endspiel zwischen der Westfalia und dem SVH? „Würde ich sofort unterschreiben.“

Wobei es für ihn persönlich „gar nicht so wichtig ist, ob wir Erster werden oder in der Vorrunde ausscheiden. Hauptsache, die Jungs haben Spaß.“ Er selbst werde – so oder so – am Samstagabend ein Bierchen mit ehemaligen Weggefährten wie Simeon Uhlenbrock (inzwischen Co-Trainer in Hiltrup) trinken. Vielleicht ja auch zwei.

Startseite