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Fußball: Polizei-DM

Deutsche Wachtmeisterschaft – Dabrowski und Morzonek in NRW-Team

Senden

Joshua Dabrowski und Lucas Morzonek kicken in ihrer Freizeit beim Landesligisten VfL Senden – sowie, in ihrem Hauptjob, in der Auswahl der NRW-Polizei. In Kürze steht die Endrunde um die nationale Meisterschaft an.

Von Florian Levenig

Joshua Dabrowski (l.) nimmt mit der Landesauswahl der Polizei an der DM-Endrunde Anfang September in Eutin teil. Foto: flo

Politiker, Schriftsteller, Brandbekämpfer, die Bundeswehr, das Fleischerhandwerk: Kaum eine Branche, die ohne Fußball-Nationalteam auskommt oder deren Landesverbände sich nicht im nationalen Wettbewerb messen. Aber wohl nirgends ist das Niveau so hoch wie bei der Polizei. Klar, Sport tut Not, je nachdem, wo die Beamten ihren Dienst versehen. Aber die meisten unter ihnen sind nicht nur körperlich fit, „die können auch richtig gut zocken“, hat Lucas Morzonek festgestellt. Und Joshua Dabrowski ergänzt: „Ich denke, unsere Mannschaft würde in der Oberliga locker mithalten.“

Lehrgang in Bork

Beide kicken in ihrer Freizeit beim Landesligisten VfL Senden – und, eine der angenehmeren Aufgaben in ihrem Hauptjob, in der Auswahl der NRW-Polizei. Just in der vergangenen Woche haben das Duo aus der Stevergemeinde und die Berufskollegen ganz in der Nähe einen zweitägigen Lehrgang besucht – im Selmer Ortsteil Bork. Am Sitz des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) haben sich Dabrowski, Morzonek und Co. auf die Deutsche Meisterschaft vorbereitet, die in knapp vier Wochen, vom 5. bis zum 9. September, in Eutin (Schleswig-Holstein) steigt.

„Ist ´ne schöne Abwechslung vom Polizeialltag“, findet der VfL-Antreiber, der sonst in Essen seinen Dienst in der Hundertschaft verrichtet. Schön auch der 4:3-Sieg im Testspiel bei Top-Westfalenligist Lüner SV, der Dabrowskis Statement untermauert, dass sich die hiesigen Beamten vor kaum einem Team auf FLVW-Ebene fürchten müssten.

„Von der Klassenzugehörigkeit eher am unteren Rand“: Lucas Morzonek. Foto: flo

Sie kicken ja selbst im höchsten Amateurbereich, wie der just nach Münster versetzte Morzonek weiß: „,Dabro‘ und ich sind da von der Klassenzugehörigkeit eher am unteren Rand. Bei uns spielen viele Leute in der Westfalen- und ein paar in der Oberliga.“ Der Schnapper der NRW-Polizei stehe sogar im Aufgebot des Regionalligisten SC Wiedenbrück.

NRW-Auswahl Mitfavorit

Und was haben sich die Sendener für die nationalen Titelkämpfe, die nur alle drei Jahre stattfinden, vorgenommen? „Da es in keinem anderen Bundesland so viele Polizisten gibt, zählen wir naturgemäß zu den Favoriten“, glaubt Sendens Regisseur. Drei Mal hintereinander blieb der Pott in Nordrhein-Westfalen, ehe Schleswig-Holstein ihn 2019 stibitzte (und deshalb das Turnier in diesem Jahr ausrichten darf).

Auch VfL-Kollege Dabrowski sieht die Elf aus dem Westen nach den Siegen in der Gruppenphase über Hamburg (3:0) sowie in Sachsen-Anhalt (2:1) für die Endrunde gerüstet. Dort haben beide, natürlich, in erster Linie ein gutes Abschneiden von Team NRW im Sinn. Ein bisschen spielt das VfL-Duo aber auch in eigener Sache vor, bei der DM werden schließlich die Kandidaten für die Nationalmannschaft der Polizei gesichtet.

„Bei der nächsten EM für Deutschland kicken zu dürfen, wäre schon ein Träumchen“, erklärt Dabrowski. Aber? „Ich denke, dass ,Motze‘ und ich da eher schlechte Karten haben, weil wir ,nur‘ in Liga sieben spielen. Möglich, dass das bei den Bundestrainer als Kriterium hängenbleibt – auch wenn wir beide von unserem fußballerischen Vermögen her sicher ein, zwei Klassen höher mithalten könnten.“

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