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Fußball: U 23-Coach hält sich mit Prognosen zurück

Die Wundertütenliga

Herbern

Dass eine U 23 wie die des SV Herbern zu den jüngsten Teams ihrer Spielklasse zählt, liegt in der Natur der Sache. Nur ein Rückkehrer macht den rekordverdächtig niedrigen Altersschnitt ein bisschen kaputt.

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Niclas Sondermann (v.l.), Tim Jäger, Marian Tüns und Maximilian Rolf sind neu im Team von Daniel Heitmann. R Foto: flo

Vorhersagen in Bezug auf die Kreisliga A 2 Münster zu treffen, fällt Daniel Heitmann schwerer als üblich. „Da sind diesmal ganz schön viele Wundertüten am Start“, findet der Coach der U 23 des SV Herbern. Teams wie der SV Rinkerode, aber auch die Lokalrivalen Davaria Davensberg oder BW Ottmarsbocholt hätten so viel frisches fußballerisches Personal, dass er über deren Leistungsvermögen nur spekulieren könne. Auch Staffelwechsler GW Albersloh sei für ihn – noch – eine große Unbekannte.

Dass es im eigenen Team einen nicht zu knappen Umbruch gibt, kennt Heitmann dagegen schon. Es ist das alljährliche Los eines Trainers dieser Ausbildungstruppe. „Gefühlt noch mal um einiges niedriger“ sei der aktuelle Altersschnitt. Zwar kehrt mit dem spielenden Co-Trainer Marian Tüns (vorher FC Nordkirchen) ein gestandener Bezirksligamann zu den Blau-Gelben zurück. Dem stehen aber gleich sieben Akteure gegenüber, die zuletzt in Diensten der eigenen U 19 standen: Tim Jäger, Roman Dabbelt, Niclas Sondermann, Marvin Heitplatz, Maximilian Rolf, Johannes Forsthövel und Lukas Hirsch.

Ansehnlicher Auftritt

Trotz der reichlichen Umbesetzungen sei der aktuelle Vorbereitungsstand „ganz gut“, erklärt Heitmann und verweist auf die vorletzte Testbegegnung bei SuS Oberaden, einem der bestbestückten A-Ligisten im Kreis Unna-Hamm. Trotz der 0:1-Niederlage sei der Auftritt seiner Elf „über weite Strecken sehr, sehr ansehnlich“ gewesen. Sieben Freundschaftsspiele und damit deutlich mehr als in früheren Jahren hatte Heitmann insgesamt vereinbart. Was weniger an der Vielzahl an neuen Leuten (die gibt es vor jeder Saison am Siepenweg) liege denn „an der langen Corona-Pause – da gehen schon viele der sogenannten Automatismen verloren“.

Ein über Wochen eingespieltes Team werden er und sein künftiger Assistent Tüns („das letzte Wort in Sachen Taktik und Personal hat immer Daniel“) aber wohl weder beim Saisonstart am 29. August (Sonntag), in Albersloh, vorfinden noch in den Folgepartien. Wie immer gilt: Die Grenzen zwischen erster, zweiter und dritter Mannschaft sind in Herbern fließend. Platz für etwaige Rekonvaleszenten aus dem Landesligakader sind beim SVH ebenso eingepreist wie mögliche Leihgaben an die Drittvertretung, die nichts anderes als die Rückkehr in die B-Liga im Sinn hat.

Und wer macht nach Heitmanns Einschätzung im Kreisoberhaus das Rennen? Vermutlich die üblichen Verdächtigen – Mecklenbeck und Warendorf also. Aber auch mit den enorm verstärkten Selmern sei unbedingt zu rechnen.

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