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Handball: HSG-Urgestein

Ein echter Hammer – Kramm-Wechsel in die Lippestadt

Ascheberg

Alexander Kramm, der über drei Jahrzehnte für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt und den TuS Ascheberg aktiv war, hat einen neuen Verein, Bezirksligaaufsteiger Eintracht Heessen, gefunden. Für den Ex-Klub ist das aus einem weiteren Grund schmerzhaft.

Florian Levenig

Alexander Kramm (am Ball) wagt nach 31 Jahren im Ascheberger Dress den Absprung. Foto: Siemund

Alexander Kramm ist bei den Handballern der HSG Ascheberg/Drensteinfurt eine Institution. Präziser: war. Der Mann, der in unglaublichen 31 seiner 37 Lebensjahre das Trikot der Spielgemeinschaft respektive des TuS Ascheberg getragen hat, sucht auf seine, Verzeihung, alten Tage eine neue Herausforderung. Im Sommer hat sich der Rückraummann dem Bezirksliga-Neuling Eintracht Heessen angeschlossen.

„Ich hatte einfach Bock, noch mal eine Klasse höher zu spielen“, erklärt der Routinier. Die HSG hatte den Aufstieg bekanntlich um Haaresbreite verpasst. Hinzu kam der Wechsel auf der Trainerbank. Volker Hollenberg, ein enger Vertrauter des Spielers, hatte den Verein nach neun langen Jahren ebenfalls verlassen. Insofern habe der Moment für einen solchen Cut einfach gepasst, findet Kramm. Wobei seine Entscheidung für Heessen ausdrücklich keine gegen den jetzigen Coach gewesen sei, wie der Scheidende beteuert.

Hollenberg-Nachfolger Heinz Huhnhold und HSG-Teamsprecher Oliver Sevenich bestätigen, dass kein böses Blut geflossen sei – wenngleich beide den Weggang des Leistungsträgers bedauern. Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Trainers: ein Freundschaftsspiel mit Kramms künftigem Klub zu vereinbaren.

Auch Carsten Gburek weiß, dass der Verein dem ehemaligen Halbrechten viel zu verdanken hat. Trotzdem war der Abteilungschef „ein bisschen irritiert“, als er von dessen Weggang erfuhr. Was vor allem damit zu tun hatte, dass Kramms Engagement als Coach der HSG-A-Jugend gleichfalls zu Ende ist. Mitten in der Corona-Krise jemanden zu finden, der den Job kurzfristig übernimmt, sei nicht einfach gewesen. Immerhin: Mit Volker Wippold ist inzwischen jemand gefunden, der die U19 zumindest für eine Saison übernimmt.

Kramm hofft derweil, künftig noch häufiger gemeinsam mit Sohn Lasse Freier auf dem Parkett zu stehen. Der junge Keeper hat sich ebenfalls dem Team aus dem Hammer Ortsteil angeschlossen, darf aber per Zweitspielrecht weiter für die A-Jugend der Spielgemeinschaft auflaufen.

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