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Reiten: Talente

Eine Klasse für sich – Brügger, Freisfeld und Fallenberg

Ascheberg

Sina Brügger, Johann Freisfeld und Marie Fallenberg sind alle 14 Jahre jung, kommen alle aus Ascheberg und sind alle im Pferdesport aktuell sehr erfolgreich. Es gibt aber noch eine weitere interessante Gemeinsamkeit.

Von Florian Levenig

Zuletzt beim finalen Springen um den WN-Pokal in Senden mit der Equipe des RV St. Hubertus Ascheberg erfolgreich: Marie Fallenberg. Für die EM in der Pony-Vielseitigkeit nominiert: Sina Brügger und Next Generation. Foto: chrbflo

Schade eigentlich, dass Reiten bei „Jugend trainiert für Olympia“ gar keine beziehungsweise nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Sonst hätte im mit knapp einer Million Teilnehmern weltweit größten Schulsportwettbewerb vor ein paar Jahren womöglich die Grundschule Ascheberg groß abgeräumt. Denn dort besuchten mit der just für die Pony-Vielseitigkeits-EM nominierte Sina Brügger (siehe unten), Johann Freisfeld (gewann vor wenigen Tagen sein erstes M-Springen) sowie Marie Fallenberg (zuletzt in L-Prüfungen und, mit der Equipe des RV St. Hubertus, im WN-Pokal erfolgreich) drei talentierte Pferdesportler dieselbe Klasse.

Zufall? Ja und nein

So viele Hochveranlagte – mit Greta Soddemann war damals eine weitere gute Reiterin in der Parallelklasse – aus einem kleinen Ort, alle 14, 15 Jahre jung: Zufall? Ja und nein, meint Marie Fallenberg. Wenn ein Verein wie der RV Ascheberg sich die Förderung des Nachwuchses auf die Fahnen schreibe, dann blieben erfreuliche Resultate halt nicht aus. Viel entscheidender für ein gutes Abschneiden im Springparcours sei aber: der passende Untersatz. „Und da habe ich es mit meinem Großpferd Cordula echt gut getroffen.“ Seit 2021 sattelt Fallenberg die sechsjährige Stute, die sie von einer Platzierung zur nächsten trägt.

Erster Sieg in einem M*-Springen: Johann Freisfeld. Foto: red

Freisfeld kann das nur bestätigen. Sein kometenhafter Aufstieg in der laufenden Freiluftsaison sei ohne Leandra „kaum denkbar“. Die Oldenburger Stute hat er seinerzeit von Marius Brinkmann (dessen Frau Jana ihn in Westrup trainiert) übernommen. Und bei den Brüggers sei es nicht anders, wie Elmar Brügger, Sinas Vater, bestätigt: „Mit Next Generation und Golden Girl’s Nelly zwei so tolle Ponys im Stall zu haben, ist für Sina und uns ein großes Glück.“

Keiner neidet den anderen den Erfolg

Die Wege verlaufen inzwischen ein Stück weit getrennt. Wobei Fallenberg und Freisfeld weiter gemeinsam, aber inzwischen im Anton die Bank drücken, während Brügger auf die Gesamtschule Nordkirchen gewechselt ist. Aber natürlich verfolgen sie den sportlichen Werdegang der jeweils anderen genau. Neid kommt dabei laut Fallenberg keiner auf: „Alle gönnen einander den Erfolg.“

EM-Start Anfang August: Sina Brügger. Foto: flo

Ob die allwöchentlichen Schleifen, die das Trio erringt, und die entsprechenden WN-Berichte Thema auf dem Pausenhof oder im Unterricht sind? „Nee“, sagt Freisfeld, „meine Mitschüler interessieren sich eh nur für Fußball“ (er selbst nicht so, seit ihn in ganz jungen die Leidenschaft für den Springsport gepackt habe). Das sei aber auch nicht weiter schlimm, ergänzt Fallenberg: „Wir gehen ja nicht zur Schule, um den ganzen Tag übers Reiten zu quatschen.“ Schade eigentlich.

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