1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Eineiiger Abwehrriegel – Hüging-Zwillinge eine Bank

  8. >

Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Eineiiger Abwehrriegel – Hüging-Zwillinge eine Bank

Davensberg/Ascheberg

Davaria Davensberg hat heute (5. Mai), 19 Uhr, den TuS Ascheberg zu Besuch. Den Laden bei den Besuchern sollen ausgerechnet zwei blutjunge Ex-Davaren zusammenhalten: Simon und Jonas Hüging.

Von Florian Levenig

Hat bei den A-Liga-Fußballern des TuS Ascheberg auf Anhieb Fuß gefasst: der Davensberger Jonas Hüging (l.). Foto: flo

Letztens, im Waldstadion, Davaria Davensberg gegen GW Albersloh. Die WN erspähen Simon und Jonas Hüging. Geheimverhandlungen mit dem Heimatverein? „Nee, Gegnerbeobachtung“, stellt Simon klar. Oder ist es Jonas? Man kann da schonmal durcheinanderkommen, bei eineiigen Zwillingen.

„Geht selbst den eigenen Mitspielern mitunter so“, weiß Oliver Glanemann. Er selbst nimmt für sich in Anspruch, die Brüder einigermaßen auseinanderhalten zu können. Der Co-Trainer des TuS Ascheberg hat die beiden Defensivleute allerdings auch schon eine ganze Weile unter seinen Fittichen. Seit dem zweiten C-Jugend-Jahr als Coach, inzwischen als Assistent von TuS-Cheftrainer Marcel Bonnekoh.

Zuletzt im Abwehrzentrum gefordert: Simon Hüging. Foto: Theo Heitbaum

Es seien Details, die beide unterscheiden. Simon sei der mitunter etwas Selbstbewusstere, der außerdem rote Fußballschuhe trägt, während Jonas blaue schnürt – „meistens jedenfalls“, sagt Glanemann und lacht. Heißt: Um Mitspieler, Gegner, die Presse und den Schiri hinter die Fichte zu führen, könnten sie ganz einfach die Treter tauschen, die Schuhgröße dürfte – wie so vieles bei den 20-Jährigen – identisch sein (tun sie natürlich nicht, sind ja tadellose Sportsleute).

Vielseitig verwendbar

Zum Beispiel haben beide ihre Vorzüge in der Defensive. Jonas begann zuletzt meist hinten rechts, Simon im Zentrum. Wobei der Innenverteidiger laut Glanemann ebenso gut außen in der Kette verteidigen kann. Während der Bruder auch schon auf der Sechs ausgeholfen hat. „Beide sind flexibel einsetzbar, das macht sie für uns umso wertvoller.“ Davon, dass die Hügings, gemessen an ihrer enormen Körperlänge, etwas mehr auf den Rippen vertragen könnten, dürfe man sich nicht täuschen lassen, meint der Bonnekoh-Assistent: „Die sind schon ziemlich robust, da kommt man als Stürmer nicht so leicht vorbei.“ Irgendwelche Schwächen? „Im Spielaufbau – das gilt für Simon wie für Jonas – ist noch Luft nach oben.“

Trotzdem kamen beide, gleich nach dem Übergang in den Seniorenbereich und noch unter Bonnekoh-Vorgänger Martin Ritz, im Sommer 2020 regelmäßig zum Einsatz – auch weil es immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle in der Hintermannschaft gab. Aber die Chance müsse man eben nutzen, so Glanemann, „und das haben sie toll hinbekommen“.

TuS hofft auf Verbleib der Zwillinge

Kein Wunder, dass Aschebergs sportlicher Leiter, Oliver Gellenbeck, die Hügings längerfristig an den A-Ligisten binden möchte – „gerade vor dem Hintergrund, dass mit Marcel Hartwig ein Innenverteidiger am Saisonende aufhört und Christopher Frede jobbedingt nicht immer zur Verfügung steht“. Allerdings gibt es einen weiteren Interessenten: Davensberg. Die Youngster leben einen Abschlag entfernt vom Rinkeroder Weg, wo einst alles begann. „Von Simon und Jonas wissen wir, dass es ein Gespräch mit den Davaren gibt. Was ja völlig legitim ist. Ich hoffe aber, dass sie sich für uns entscheiden“, so Gellenbeck.

Derby: Davensberg gehen die Offensivleute aus

Startseite
ANZEIGE