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Rettungsschwimmen

Endlich wieder auf Medaillenjagd: Herbernerin startet bei EM im spanischen Castellón

Herbern

Andrea Eling geht wieder auf Medaillenjagd: Die Rettungsschwimmerin aus Herbern, ehemalige Europameisterin im Juniorenbereich, startet nun bei der EM in Castellón. Sie ist optimistisch, denn trotz Corona befindet sie sich bereits im Wettbewerbsmodus.

Von Christian Besse

Andrea Eling rechnet sich beim „Surf Ski Race“ Foto: Eling

Andrea Eling will es wieder wissen. Zwei Jahre nach ihrem letzten großen Auftritt bei Europameisterschaften tritt die 20-Jährige aus Herbern am kommenden Donnerstag bei den Rettungsschwimmer-EM im spanischen Castellón an.

Drei Tage lang hat die ehemalige Jugend-Europameisterin volles Programm. In drei Einzeldisziplinen (Beach Flags, Surf Ski Race und Beach Sprint) geht sie an den Start, zusätzlich noch für „vier oder fünf“ Staffeln der Nationalmannschaft. Für wie viele, entscheide sich vor Ort, so Eling.

Genau wie andere Sportarten legte Corona auch die Wettkämpfe im Rettungsschwimmen ein Jahr lang auf Eis. Dennoch muss Andrea Eling in Castellón nicht von null auf hundert in den Turniermodus kommen. Sie hat ihre Form bereits getestet, und zwar im Konkurrenzmodus.

Da war zunächst die EM-Quali mit der deutschen Nationalmannschaft Anfang Juli. Mitte August meldete die Herbernerin dann auf eigene Faust für ein internationales Turnier in Capbreton an der französischen Atlantikküste – top besetzt auch mit Konkurrentinnen, die Eling nun in Spanien wiedersehen wird. Zwar kam sie in Capbreton nicht in die Medaillenränge (ihr bestes Ergebnis war ein vierter Platz im Surf Ski Race), doch das war für die 20-Jährige zweitrangig. Entscheidend war der Test der eigenen Form. Und der war positiv. „Ich bin zufrieden“, sagt sie.

Am Mittwochabend ging es nun mit der Nationalmannschaft Richtung Spanien. In Montpellier, wie Castellón an der Mittelmeerküste gelegen, legten die deutschen Frauen am Donnerstag einen Zwischenstopp ein und absolvierten vor Ort eine erste gemeinsame Trainingseinheit. Heute treffen sie am Wettkampfort in Spanien ein.

Froh ist die Herbernerin darüber, dass sie diesmal nicht wie zuletzt in Capbreton gegen die Wellen des Atlantiks ankämpfen muss. Das Mittelmeer sei wesentlich ruhiger, sagt sie.

Dadurch leichter haben es aber auch die Konkurrentinnen, gegen die sie zuletzt in Capbreton antrat. Die größten Chancen in den Einzeldisziplinen rechnet sich Eling auf der Surf-Ski-Strecke aus. „Wenn alles gut läuft, könnte ich dort sogar in die Medaillenränge kommen. Aber dafür muss ich ein perfektes Rennen fahren.“ Was die „Beach Flags“-Disziplin, in der sie 2018 Junioren-Europameisterin wurde, angeht, ist sie zurückhaltender. Da komme es auf Kleinigkeiten an.

Mit der Nationalmannschaft hat die Team-Europameisterin von 2019 vor allem den Beach-Sprint über 4x90 Meter im Visier. Dort gelten die Deutschen als Top-Favorit auf die Goldmedaille.

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