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Fußball: Testspiel-Kracher

Fabelhafter Fight beim Viertligisten – SV Herbern verliert „nur“ mit 2:6

Münster

Der SV Herbern hat das Freundschaftsspiel am Mittwochabend bei den Viertligaprofis des SC Preußen Münster mit 2:6 (1:3) verloren. Ein bisschen darüber geärgert hat sich aber allein der Coach der Hausherren, Sascha Hildmann.

Florian Levenig

Julius Höring (r.) stellt hier den Münsteraner Nicolai Remberg. Foto: flo

„Hey, wenigstens getroffen.“ Johannes Richter war nach dem Schlusspfiff schon wieder zu Scherzen aufgelegt. Und wieso auch nicht? Zwar war es das eigene Tor, in das der Innenverteidiger des SV Herbern den Ball in Hälfte eins versehentlich befördert hatte. Aber abgesehen von diesem kleinen Malheur hatten sich Richter und seine Teamgefährten ja wirklich nichts vorzuwerfen. Der Landesligist wehrte sich am Mittwoch im Preußenstadion nach Kräften (und ein bisschen darüber hinaus), hielt die Niederlage beim münsterischen Regionalligisten absolut im Rahmen und traf sogar zwei Mal den „richtigen“ Kasten. 2:6 (1:3) hieß es nach 90 Minuten aus SVH-Sicht. „Nur“ 2:6.

Richter ist – außer Coach Benjamin Siegert (bekam von den 250 Fans einen warmen Begrüßungsapplaus) – der einzige Blau-Gelbe mit einer Preußen-Vergangenheit. Bis zur U 17 kickte er für die Adlerträger – „allerdings immer auf dem Kunstrasen nebenan oder in Coerde“. Das Stadion an der Hammer Straße „kannte ich bisher nur als Balljunge.“ Und? „Hat Spaß gemacht“, fand der Abwehrmann.

Scholtysik und Airton treffen

So ging es wohl allen Gästespielern an diesem lauen Sommerabend. Marcel Scholtysik zum Beispiel hätte es bis vor ein paar Tagen kaum für möglich gehalten, jemals an dieser geschichtsträchtigen Stätte eine Bude zu machen. „Hat Basti aber auch super vorbereitet“, ging der Dank des Schützen zum zwischenzeitlichen 1:1 an Vorbereiter Sebastian Schütte.

Das zweite Tor für Herbern erzielte kurz vor dem Ende nach Robin Schwicks Vorstoß auf der linken Seite Airton. Zudem glänzte der Brasilianer oft genug als Balleroberer. Ebenfalls auffällig: Leo Fenker. Der Keeper, in der Liga meist nur die Nummer drei hinter Sven Freitag und Jens Haarseim, hielt einige Male klasse. Sensationell, wie er Avni Özmens platzierten Kopfball kurz vor dem Abpfiff entschärfte.

Herausheben mochte Siegert hernach trotzdem niemanden: „Alle 15 Mann haben bis zum Schluss toll gefightet und läuferisch voll überzeugt. Hätten wir die ein, zwei leichten Tore nicht kassiert und es auf der anderen Seite ein bisschen konsequenter zu Ende gespielt, wäre das Ergebnis sogar noch erfreulicher gewesen.“ Preußen-Coach Sascha Hildmann hatte dem wenig hinzuzufügen: „Herbern hat sich hier hervorragend verkauft.“ Und die beiden Gegentore? „Nerven mich total.“ Auch eine Form des Lobes.

SVH: Fenker – Schmitt, Richter, Schulte, Höring (56. Dombrowski), Schütte – Airton, Breloh – Scholtysik (70. Hoenhorst, Trapp (64. Närdemann), Krampe (46. Schwick). Tore:1:0 Vujinovic (19.), 1:1 Scholtysik (32.), 2:1 Grodowski (35.), 3:1 Richter (44./ET), 4:1 Langlitz (59.), 5:1 Vujinovic (73.), 5:2 Airton (86.), 6:2 Remberg (87.).

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