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Reiten: Turnier

Fast schon wieder wie 2019 – RV Herbern lädt ein

Herbern

Das Turnier des RV Herbern (21. bis 24. Juli) fand 2020 gar nicht statt und im Jahr darauf nur in abgespeckter Form. Jetzt ist fast alles so wie vor der Pandemie. Auch die Frau, die das bis dato letzte S*-Springen gewann, ist wieder am Start.

Von Florian Levenig

Vor drei Jahren gewannen – ausgerechnet – Marie Ligges und Dibadu das S*-Springen um den Foto: Besse

Gelitten haben während der Pandemie auch die Veranstalter von Reitturnieren. Das des RV von Nagel Herbern etwa – eines der größeren ländlichen im Altkreis – fand 2020 gar nicht statt und im Jahr darauf nur in abgespeckter Form. Umso glücklicher ist RV-Geschäftsführerin Barbara Kümer, „dass wir von den Zahlen her fast schon wieder bei denen aus dem Jahr 2019 angelangt sind“. Natürlich haben sie auch in Herbern, wo von Donnerstag bis Sonntag (21. bis 24. Juli) geritten wird, mitbekommen, dass die Nennergebnisse zuletzt fast überall in der Region rückläufig waren – gerade bei den schweren und mittelschweren Prüfungen.

„So gesehen liegen wir mit über 2000 Starts schon wieder ganz gut im Rennen“, findet Kümer. Auch wenn das Event in der Vergangenheit auch schon mal über volle fünf Tage ging. Stolze 54 Paare sind es – Stand Dienstag – beim S*-Springen nebst Stechen um den Fritz-Ligges-Gedächtnispokal am Schlusstag ab 15.30 Uhr. Den gab es zuletzt vor drei Jahren, es siegten – ausgerechnet – Enkelin Marie Ligges und Dibadu. Die aktuell beste Amazone des RV Herbern, die kürzlich in Aachen und beim Balve Optimum für Furore sorgte, wird beim Heimspiel am Haselbüschken ihre Nachwuchspferde satteln und laut Kümer auch den Großen Preis bestreiten.

Namhafte Starter

Andere namhafte Reiter – Lutz Gripshöver aus dem benachbarten Werne zum Beispiel – schauen ebenfalls beim Turnier vorbei. „Wir haben es hier ja immer so gehalten, dass wir sowohl den Profis als auch den Freizeitsportlern etwas bieten wollen“, betont die Mitorganisatorin.

Letzteren zum Beispiel das Speed-Derby, ein Wettbewerb, den mit Joachim Raguse ein Herberner praktisch erfunden und – auf dem Rücken des unvergessenen Mozart – über viele Jahre dominiert hat. Das Zwei-Sterne-A-Springen mit Geländeteil und Wasserhindernis am Freitagabend (19.15 Uhr) lockt ähnlich viel Publikum an wie das Hauptspringen – auch weil fast immer Reiter aus Herbern und Ascheberg um den Sieg wetteifern. Zu den weiteren sportlichen Highlights zählen fünf Springen und eine Dressurprüfung der Klasse M.

Um das Event stemmen zu können, sind täglich an die 100 Helfer im Einsatz – etliche in der Gastronomie. „Die Leute sollen bei uns ja schließlich weder verhungern noch verdursten“, sagt Kümmer mit einem Augenzwinkern.

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