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Handball: Münsterlandliga

Gewisse Coolness schadet nicht – Max Frye und Co. machen Laune

Ascheberg

Max Frye zählt zu den jungen Wilden, die bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt gerade durchstarten. Seine Torquote: beachtlich. Und noch etwas kann der Kreisläufer ziemlich gut.

-flo-

Hat genau den Körper für die Position am Kreis: HSG-Youngster Max Frye (M.). Foto: Kay Siemund

Der Blick aufs Tableau – 1:17 Punkte, 14. und damit letzter Platz – sollte bei den Handballern der HSG Ascheberg/Drensteinfurt eigentlich schlechte Laune erzeugen. Tut er aber nicht, betont Max Frye: „Wir haben in jedem Spiel, bei jeder Trainingseinheit Bock.“ Die Stimmung, sie sei trotz der vielen Niederlagen erstaunlich gut. Woran der Kreisläufer, 20 Jahre jung, nicht ganz schuldlos ist.

Sein Coach, Jörg Kriens, kann das nur bestätigen: „Natürlich ist es für die Jungs nicht leicht, wenn teilweise der komplette Rückraum ausfällt.“ Aber dass Matthias Lohmann so schwer verletzt ist, Finn Risthaus in Kanada weilt und Marc Ziegelhöfer studienbedingt des Öfteren passen muss, habe zumindest ein Gutes: „Da entsteht gerade eine ganz neue Rangordnung. Früher hat Matthias den Jungs gesagt, wo‘s langgeht. Jetzt, da die Erfahrenen fehlen oder nur sporadisch zur Verfügung stehen, sind die, die erst seit ein, zwei Jahren dabei sind, praktisch gezwungen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Und das tun sie.“

Starke Siebenmeter-Quote

Zum Beispiel der Youngster am Kreis: „Max hat genau den Körper für die Position. Und für sein Alter ein erstaunlich gutes Auge.“ Zudem ist er, als regelmäßiger Siebenmeterschütze, der Mann ohne Nerven bei der HSG. Oder? „Na ja, eine gewisse Coolness kann dabei nicht schaden“, sagt Frye und lacht. Seine Torausbeute: beachtlich, stolze 13 Buden – darunter eine 100-Prozent-Quote bei den Strafwürfen (5/5) – gelangen ihm kürzlich in Everswinkel.

Wobei Frye genau weiß, bei wem er sich an der Stelle bedanken muss: „Ohne Pius‘ Anspiele wäre ich ziemlich verloren.“ Rückraum-Mitte-Mann Pius Risthaus: noch so einer von diesen jungen Wilden, die beim hiesigen Münsterlandligisten ziemlich durchstarten – und für Frye ein wesentlicher Grund, nach knapp zwei Jahren beim SCE Heessen zu seinem Heimatverein zurückzukehren: „Mit Pius habe ich praktisch meine gesamte Jugendzeit in Ascheberg verbracht.“ Oder mit HSG-Schnapper Lasse Freier, seinem Cousin, der mit ihm aus Hamm kam: „Wir waren ja total eingespielt damals. Davon profitieren wir bis heute.“

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