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Fußball: Landesliga 4

Kein Freund von Parolen – Wiedersehen mit Basti Schütte beim SV Herbern

Herbern

Am Sonntag (14. August), 15 Uhr (Werner Straße), empfängt der SV Herbern die SG Bockum-Hövel. Für zwei Gästespieler ist es ein ganz besonderes Derby, einen haben wir interviewt.

Stand über ein Jahrzehnt in Diensten des SVH, mit dem er – hier ein Archivbild – 2019 den Kreispokal gewann: Basti Schütte (r.). Foto: flo

So schnell kann‘s gehen. Erst im Frühsommer hatte sich Basti Schütte nach elf Jahren aus Herbern verabschiedet, nun kehrt er, gleich am ersten Spieltag der neuen Saison, mit der SG Bockum-Hövel an die alte Wirkungsstätte zurück. Vor dem Duell mit den Ex-Kollegen am Sonntag (14. August), 15 Uhr, stand Schütte WN-Redakteur Florian Levenig Rede und Antwort.

Nicht dass Sie morgen in die falsche Kabine laufen.

Schütte: Nee, nach elf Jahren in Herbern weiß ich, wo sich der Gegner umzieht (lacht).

Die SG hat eine exzellente Vorbereitung hinter sich, was man über Ihren Ex-Klub nicht eben sagen kann. Macht das die Sache leichter oder komplizierter für Bockum-Hövel?

Schütte: Die letzten Wochen waren in der Tat sehr gut, was mich aber bei der Qualität im Kader nicht überrascht. Soweit ich das verfolgt habe, verlief die Testphase in Herbern aus verschiedenen Gründen alles andere als rosig. Ich bin aber lange genug dabei, um zu wissen, dass das am Sonntag komplett egal ist. Von der Vorbereitung können wir uns dann nichts mehr kaufen. Auch in Herbern wird keiner mehr über die jüngsten Ergebnisse sprechen. Unterschätzen werden wir Herbern auf keinen Fall, dafür sorge ich. Ich gehe von einem engen, intensiven Spiel aus. Jeder, der mich kennt, weiß aber, dass ich das Derby gewinnen will. Die Freundschaft ruht für 90 Minuten. Falls gewünscht, können wir danach gern ein Bierchen trinken (lacht).

Bockum-Hövel ist amtierender Vizemeister. Geht da 2022/23 noch mehr?

Schütte: Die SG hat eine sehr gute Saison gespielt, ja. Vielleicht wurde das Team auch von vielen Klubs unterschätzt. Ich gehe davon aus, dass dies kein zweites Mal der Fall sein wird, gerade nach unserer Vorbereitung, in der wir das eine oder andere Ausrufezeichen gesetzt haben. Es wird eine andere Spielzeit, denke ich. Wenn wir unser Potenzial dauerhaft abrufen und hungrig bleiben, soll erst mal jemand kommen, der uns schlägt. Wofür das am Ende gut ist, sehen wir dann.

Gibt es einen Top-Favoriten? Werne vielleicht?

Schütte: Mir ist auch zu Ohren gekommen, dass der WSC unbedingt aufsteigen will. Der Verein, der am Ende der Saison ganz oben steht, wird es verdient haben, also warten wir mal ab. Ich bin kein Freund von großen Parolen. Als Sohn einer Bäckerfamilie bin ich gut damit gefahren, kleine Brötchen zu backen. Wir gucken, was möglich ist.

Vom Gefühl her: Sehen wir Marcel Scholtysik (ebenfalls vom SVH zur SG gewechselt – d. Red.) und Sie am Sonntag in der Startelf?

Schütte: Ich denke, Scholty und ich haben in der Vorbereitung unsere Duftmarken gesetzt und sind bereit für einen Einsatz. Den Rest entscheiden die Trainer.

Und wie endet das Derby?

Schütte: Ein 1:0 aus unser Sicht würde ich unterschreiben. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns, aber ich freue mich sehr auf die kürzeste Anreise dieser Saison.

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