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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Krysiak-Verletzung überschattet alles

Herbern

Die U 23 des SV Herbern hat das Derby gegen Davaria Davensberg überdeutlich mit 5:0 (4:0) für sich entschieden. Die Freude darüber hielt sich beim SVH-Coach in Grenzen – aus Gründen.

Von Florian Levenig

Hier fighten Jahja Raed (M.) und Kay Eickholt um den Ball, Thorben Gröne schaut gebannt zu. Foto: flo

An sich hätte Daniel Heitmann bester Dinge sein müssen. Sein Team, die U 23-Fußballer des SV Herbern, hatten soeben das Derby gegen Davaria Davensberg mit 5:0 (4:0) für sich entschieden. Und trotzdem schaute der Coach recht bedröppelt drein: „Robins Verletzung überschattet leider alles. Wenn man weiß, dass der Junge sehr, sehr lange ausfallen wird, dann kann man sich halt über so einen Sieg nur bedingt freuen.“

Die Szene, an der Heitmann so zu knabbern hatte, ereignete sich praktisch mit dem Pausenpfiff. Herbern führte bereits mit 3:0, als Robin Krysiak im Sechzehner von Rojhat Atalan abgeräumt wurde. Kein brutales Foul, aber klar: Elfer und gelbe Karte. Nur fiel Davensbergs Innenverteidiger, eh in einer anderen Gewichtsklasse unterwegs, so unglücklich auf Krysiak, dass dessen Knöchel zerbarst.

Lange Unterbrechung

Es folgte: eine über 30-minütige Unterbrechung. Herberns Unglücksrabe wurde lange auf dem Platz und später im herbeigerufenen Rettungswagen behandelt. Der Unparteiische bot den Blau-Gelben an, das Match ganz abzubrechen. Aber, so Heitmann: „Die wollten alle weitermachen – und für Robin gewinnen.“ Was auch klappte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marian Tüns zum 4:0. Zuvor hatte – ausgerechnet – Krysiak zwei Mal getroffen, das 3:0 war auf das Konto von Rückkehrer Kilian Höring gegangen.

Entsprechend bedient war Mike Raed: „Wenn du hinten so viele Fehler machst, dann musst du dich über ein solches Zwischenergebnis nicht wundern.“ Beim 1:0 machte Davaren-Keeper Andreas Stilling nach Ansicht seines Trainers nicht die beste Figur, beim 3:0 ließ Mohammed Kassassir Höring gewähren. Und vorne – das alte Lied – ging der Vorletzte allzu großzügig mit seinen Gelegenheiten um. Allein Dennis Kreuzberg hätte bei seinem Pflichtspiel-Comeback für die Blau-Weißen drei Mal netzen können. Ein weiterer Treffer fiel aber bloß auf der Gegenseite, der eingewechselte Philo Gremme traf zum 5:0-Endstand (86.).

SVH: Fenker – Eickholt, Tüns, Bergmann, Paschedag – Hülk, Gröne (72. Walters) – Kortendick (78. T. Schütte), Höring, Krysiak (44. Gremme) – Overs. Davaria: Stilling – Bruck (67. Bruck), Atalan (45. Shabani), Mahmoud, Kaiser (78. Loose) – J. Raed, Benasaid (29. Kleine) – Erman, Kassassir, Kreuzberg – Godek. Tore: 1:0/2:0 Krysiak (9./17.), 3:0 Höring (18.), 4:0 Tüns (44./FE). 5:0 Gremme (86.).

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