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Handball: Bezirksliga 2

Lautere Methoden – Jörg Kriens ein Mann klarer Worte

Ascheberg/Drensteinfurt

Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt hat einen dauerhaften Nachfolger für Heinz Huhnhold gefunden. Jörg Kriens heißt der neu Coach, ist 48 Jahre alt und in der Region kein Unbekannter. Sein Amtsantritt erfolgte eher als gedacht.

Von Florian Levenig

Leitet ab sofort die Bezirksliga-Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt an: Jörg Kriens (M.). Foto: Matthias Lehmkuhl

Gesucht hatten die Verantwortlichen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt eigentlich einen Trainer für die kommende Saison. Aber da Interimscoach Markus Hattrup vergangene Woche nicht zur Verfügung stand und Jörg Kriens gerade Zeit hatte, nahm der neue Mann, nach nur einem Probetraining, bereits bei den Begegnungen in Gremmendorf (27:26) und Roxel (22:23) kurzerhand auf der Bank Platz – unterstützt von Martin Arntzen.

Der Jugendleiter der Spielgemeinschaft war es auch, der den Deal eingefädelt hatte. Kriens und er kennen sich, seit sie gemeinsam die C-Lizenz erworben haben. Wie sich der Neue selbst beschreibt? „Alte Schule“, „klare Ansagen“. Ein Journalistenkollege habe mal gescherzt, man höre ihn, Kriens, ehe man ihn sieht. Das treffe es ganz gut. Er könne, gerade in den Spielen, „auch mal laut werden“.

Alle ziehen mit

Bei der HSG haben sie damit offenbar keine Probleme: In den paar Tagen seit seiner Verpflichtung habe er den Eindruck bekommen, „dass die Jungs willig sein, dass alle mitziehen und den sportlichen Erfolg ebenso wollen wie ich.“ Auch und gerade die Erfahrenen wie Thorsten Zartner oder Keeper Oliver Sevenich. Das Ziel sei ebenfalls deutlich formuliert: die Quali für die künftige Münsterlandliga. Sollte es 2022, im Jahr eins nach dem Bezirksligaaufstieg, noch nicht klappen, dann nehme man halt im Sommer einen neuen Anlauf.

Kurios: In den etwaigen Playoffs könnte die HSG auf den SC Nordwalde treffen, jenen Klub, für den Kriens viele Jahre tätig war – erst als Kreisläufer bis hoch in die Landesliga, später als Co-Trainer der Ersten sowie als Coach mehrerer Jugendmannschaften. Den örtlichen Nachwuchs fördern: Das haben sich auch Ascheberger und Drensteinfurter auf die Fahne geschrieben. „Anders geht es ja heute auch gar nicht mehr, gerade auf dem Land“, weiß Kriens. Lange vorbei die Zeiten, in denen Vereine die Brieftasche öffneten, um abgehalfterte Top-Leute zu ködern.

Heimdebüt nach Ostern

Obwohl der 48-Jährige, der in Altenberge lebt, als Projektleiter in Münster arbeitet und Vater von drei Kindern ist, bislang vor allem im Raum Steinfurt wirkte – nach seiner Zeit in Nordwalde stand er zwei Jahre in Diensten des TV Borghorst (die Saison 2020/21 bei der HSG Preußen/Borussia zähle nicht, „die war ja nach zwei Partien zu Ende“) – kenne er den einen oder anderen HSG-Akteur: „Nordwalde hat ja in der Vergangenheit oft genug gegen Ascheberg gespielt.“ Die übrigen Namen werde er sich über Ostern draufschaffen. Sein Heimdebüt gibt Kriens am 24. April (Sonntag), 18 Uhr, wenn der TV Friesen Telgte 2 in der Profilschule gastiert.

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