Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Nur nichts übers Knie brechen – Benedikt Vester droht lange Pause

Ascheberg

Benedikt Vester (TuS Ascheberg) hat es arg erwischt: Kreuzband durch, Meniskus eingerissen. Dem Defensiv-Allrounder droht eine lange Pause. An ein Karriereende verschwendet der 29-Jährige trotzdem keinen Gedanken.

Florian Levenig

Die Krücken sind in den nächsten Wochen und Monaten Benedikt Vesters ständige Begleiter. Foto: flo

Das Knie hat schweren Schaden genommen, der Humor gottlob nicht. Der Knöchelbruch in seiner Lüdinghauser Zeit „war eindeutig schmerzhafter“, scherzte Benedikt Vester am Rande des Testspiels zwischen Ascheberg und Drensteinfurt. Die roten Gehhilfen zeugten davon, dass an Sport für eine sehr lange Zeit nicht zu denken ist. Die Rede ist von einem Jahr Pause.

Das mit dem Comeback bei seinem Heimatverein hatte sich Vester eigentlich anders vorgestellt. Er war ja eigens zum TuS zurückgekehrt, um sich nach 24 Monaten als spielender Union-Co-Trainer noch mal ganz aufs Kicken zu konzentrieren. Doch mit seinem erst zweiten Einsatz seit der Rückkehr war das Thema durch – genau wie Kreuzband und Meniskus. Passiert ist das beim Test in Capelle: „Mein Gegenspieler war der Meinung, er käme eher an den Ball als ich.“ Tja.

Wie es weitergeht? „Erstaunlicherweise glaubt jeder, das sei es jetzt gewesen mit meiner Laufbahn.“ Vester will dagegen, um im Bild zu bleiben, nichts übers Knie brechen: „Es gibt ja noch nicht mal einen Heilplan.“ Am Wochenende hat der 29-Jährige einen Spezialisten in Sendenhorst aufgesucht. Vesters Hoffnung: „Vielleicht wird das Gelenk konservativ behandelt und ich komme um eine OP rum.“

TuS-Coach Martin Ritz leidet mit: „Das ist total traurig für Bene – und für uns. Aber ich bin mir sicher, dass er auf den Rasen zurückkehren wird. Dann halt 2021. Solange finden wir eine andere Tätigkeit für ihn im Team.“

Torreicher TestAuch wenn der TuS Ascheberg und Fortuna Seppenrade den Ball betont flach halten: Beide Teams sollten in ihren jeweiligen Staffeln eine ziemlich gute Rolle spielen. Dass sie, gerade in der Offensive, über gehobenes A-Liga-Format verfügen, haben Grün-Weiß und Schwarz-Gelb im direkten Duell am Sonntag an der Nordkirchener Straße ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Den Sieg trugen die Gäste mit 4:2 (1:1) davon.Seine Elf sei aktuell in einem kleinen Tief, fand TuS-Coach Martin Ritz eine Erklärung für diese oder jene Unkonzentriertheit im Spiel der Hausherren. Das müsse nach zuletzt kräftezehrenden Wochen sogar so sein. Fazit: „alles gut“. Fortuna-Trainer Mahmoud Abdul-Latif schlug in dieselbe Kerbe: „Die geistige Frische hat heute gefehlt. Was nach dem Olfen-Spiel und einer intensiven Einheit am Freitag aber auch zu erwarten war.“Für Ascheberg trafen die Mircos Schwipp (11.) und Frenking (69.), für Seppenrade Jan Autering (15.), Max Ernst (68.), Jannis Harder (78./direkter Freistoß) sowie Michael Thiering (90.). (flo)

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