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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Raus aus der Komfortzone – Heubrock zum SV Herbern U 23

Ascheberg

Lennart Heubrock hat den TuS Ascheberg verlassen und – ausgerechnet – beim Lokalrivalen SV Herbern U 23 angeheuert. Bei den Blau-Gelben freut man sich sehr auf den Mann fürs defensive Mittelfeld. Aus Gründen.

Von Florian Levenig

In der Vorsaison noch Gegner, in der kommenden Saison ein mögliches Sechser-Pärchen beim SV Herbern U 23: Lennart Heubrock (am Ball) und Thorben Gröne. Foto: flo

Lennart Heubrock ist das, was man einen Ur-Ascheberger nennt. Ausbildung beim TuS, schon mit 17 Einsätze in der ersten Mannschaft, in den Folgejahren meist gesetzt im defensiven Mittelfeld der Schwarz-Grün-Weißen. Typischer Werdegang: Kicken bis ins Ü 30-Alter, danach nahtloser Übergang zu den Alten Herren. Ein Vereinswechsel ist da eher nicht vorgesehen, schon gar nicht zum Lokalrivalen SV Herbern 2. Und doch vollzieht Heubrock jetzt diesen durchaus unüblichen Move. Er wolle „raus aus der Komfortzone“, erklärt der versierte Sechser gegenüber den WN. Mal was Neues kennenlernen.

Eine Rolle mag dabei gespielt haben, dass der 23-Jährige unter Marcel Bonnekoh zuletzt nicht mehr jeden Sonntag erste Wahl war. „Fußballerisch bringt der Junge alles mit. Aber er war halt auch immer wieder verletzt. Und wir haben gerade auf der Position nun mal mehrere Optionen“, sagt Aschebergs sportlicher Leiter Oliver Gellenbeck, der hofft, „dass Lennart der Tapetenwechsel guttut“. Heubrock ist da zuversichtlich: „Ich bin seit dem Winter fit, habe im Kraftbereich viel gemacht und will einfach wieder regelmäßiger auf dem Rasen stehen.“

Engpässe vor der Abwehr

Gut möglich, dass er diese Chance am Siepenweg bekommt. „Wir hatten in der vergangenen Saison immer wieder personelle Engpässe vor der Abwehr, was uns einiges an Punkten gekostet hat“, erklärt Daniel Heitmann, der Coach der Blau-Gelben. Zudem zähle Mathis Hülk inzwischen zum Landesliga-Kader des SVH, „daher haben wir ganz sicher Verwendung für Lennart.“ Altersmäßig erfüllt der neue Mann haarscharf die U 23-Regel, Heitmann sieht ihn aber – wie Mirco Kortendick oder Kilian Höring – nicht als klassischen Ausbildungsspieler, sondern als jemanden, „der aufgrund seiner Erfahrung vorangeht, an dem sich unsere A-Jugendlichen ausrichten können.“

Eingewöhnungsschwierigkeiten werde es keine geben, glaubt der Spieler selbst, mit Höring oder Schnapper Timo Zurloh sei er auch privat befreundet. Und dann sind da natürlich die beiden A-Liga-Treffen mit dem Ex-Verein, auf die sich Heubrock freut: „Das werden für mich zwei sehr besondere Begegnungen.“

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