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Fußball: Landesliga 4

„Reiner Freundschaftsdienst“ – Grütering zum SV Herbern

Herbern

Da ist dem SV Herbern ein echter Coup geglückt. Ab sofort kickt Jonas Grütering an Siepenweg und Werner Straße. Dabei hatte der Mittelfeldmann mit dem feinen Fuß (und einer beachtlichen Vita) seine Karriere eigentlich längst beendet.

Von Florian Levenig

Gutes Auge, passsicher, abschluss- und durchsetzungsstark: An Jonas Grütering (r.) dürfte der SV Herbern viel Freude haben. Foto: Johannes Oetz

Fußball hat Jonas Grütering bei Borussia Dortmund (U 17-Bundesliga) Schalke 04 (U 19-Bundesliga), der Spielvereinigung Erkenschwick (U 19-Bundesliga/NRW-Liga), dem SV Dorsten-Hardt, Preußen Münster 2 (jeweils Westfalenliga), Münster 08 (Landesliga) und dem SV Burgsteinfurt (Bezirksliga) gespielt. Ein Unbekannter ist dieser feine Flemmer aber auch in Herbern nicht. Mit den Kanalkickern gewann der 29-Jährige zwei Mal den Fuchs-Cup (2017/18) – und wurde dabei von den Trainern der beteiligten Teams jeweils zum besten Feldspieler gekürt. Auge, Passspiel, Abschlüsse: eine Wucht.

Tolle Auftritte beim Fuchs-Cup

Nun ist das Sommerturnier des SVH längst Geschichte. Menschen, die es mit den Blau-Gelben halten, dürfen sich trotzdem auf weitere Auftritte des Ballstrategen an Siepenweg und Werner Straße freuen. Denn: Grütering hat sich, vorerst bis zum Saisonende, dem hiesigen Landesligisten angeschlossen.

Es sei „ein reiner Freundschaftsdienst“, erklärt der Neu-Herberner im Gespräch mit den WN. Benjamin Siegert ist „seit Jahren ein richtig guter Kumpel. Wie hatten eine tolle gemeinsame Zeit bei Münster 08, unsere Kinder sind im selben Alter: Da läuft man sich oft über den Weg.“ Dabei habe ihn der SVH-Coach in den vergangenen Wochen so ausdauernd bekniet, doch mal wieder die Stiefel zu schnüren, „dass ich ihm irgendwann gar nicht mehr absagen konnte“, lacht Grütering.

Fußballrentner mit 27

Eigentlich hatte der versierte Mittelfeldmann seine Karriere bereits im zarten Alter von 27 Jahren beendet. Familie und Beruf hätten ihm einfach nicht die nötige Zeit gelassen, um auf diesem Niveau zu zocken. Auch in Herbern werde er „sicher nicht jede Einheit mitmachen“. Müsse er auch nicht, versichert der sportliche Leiter des SVH, Ludger Staar: „Ein Mann mit diesen Fähigkeiten ist für uns so oder so Gold wert, gerade in unserer jetzigen Situation mit den vielen Verletzen. Jonas zeichnet eine solche Ruhe am Ball aus, dass er uns garantiert in den kommenden Monaten helfen wird.“

Debüt gegen Heiden?

Am Mittwochabend war Grütering das erste Mal beim Training. Wie es um die Truppe steht, weiß er bereits: „Ich habe ja die Partien bei Borussia Münster und gegen Gemen gesehen.“ Seine Einschätzung: „Herbern gehört definitiv nicht da unten rein.“ Mit Joggen und Besuchen in der Muckibude habe er sich in den vergangenen eineinhalb Jahren halbwegs fit gehalten. „Allmählich juckt es aber auch wieder im Fuß“, räumt Grütering ein. Debütieren – so der Plan – soll der Neuzugang beim nächsten Heimspiel der Blau-Gelben am 19. Dezember (Sonntag) gegen Viktoria Heiden.

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