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Reiten: Turnier

RV Herbern räumt fast alle Hürden ab

Herbern

Von Donnerstag bis Sonntag (15. bis 18. Juli) findet am Haselbüschken das große Spring- und Dressurturnier des RV von Nagel Herbern statt. Einschränkungen gibt es dank Inzidenzstufe 0 so gut wie keine. Trotzdem fehlt etwas.

Von Florian Levenig

Das Speed-Derby – hier der Sieger von 2019, Frank Balster auf Lexxa – fällt in diesem Jahr aus. Gleiches gilt für das abschließende S*-Springen um den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis. Foto: flo

Reiterwettbewerbe, ohne dass Mama, Papa, der Partner, die Großeltern – am besten alle gemeinsam – am Rande mitfiebern: Schön sei das nicht, weiß Barbara Kümer. Die Geschäftsführerin des RV von Nagel Herbern spricht da aus eigener Erfahrung. Wann immer Tochter Vanessa zuletzt an einem Turnier teilnahm, schaute die Verwandtschaft großteils in die Röhre. Insofern freut sich Kümer, dass derlei Beschränkungen beim eigenen Spring- und Dressurturnier von Donnerstag bis Sonntag (15. bis 18. Juli) am Haselbüschken Geschichte sind.

Dass die Verantwortlichen im Vorfeld mehrfach ihr Hygienekonzept umschmeißen mussten, stört Kümer nicht im Mindesten: „Das Wichtigste ist doch, dass das Event nach der Absage 2020 stattfindet. Umso schöner, dass sich weder das Publikum noch die Teilnehmer testen lassen müssen und wir unsere Gäste sogar bewirten können.“ Nicht mal Maske und Luca-App, ständige Begleiter in den vergangenen Monaten, sind dank Inzidenzstufe 0 vonnöten. Trotzdem bittet Kümer alle Anwesenden, „Vorsicht walten zu lassen und, wo es angebracht ist, Abstand zu wahren.“

Turniersport also, als hätte es Corona nie gegeben? Nicht ganz. „Wir haben bei der Ausschreibung ganz bewusst darauf geachtet, dass unsere Amateure nicht zu kurz kommen.“ Insbesondere an den beiden mittleren Tagen steht eine Vielzahl an E-, A- und L-Prüfungen (32 sind es insgesamt) für die ambitionierten Hobbyreiter auf dem Programm.

Kein Speed-Derby, kein S*-Springen

Profis seien natürlich ebenfalls willkommen, so Kümer. Mit von der Partie sind etwa die Lokalmatadorinnen Marie Ligges und Katja Heitbaum, dazu etliche weitere namhafte Starter aus dem Münsterland (in Summe 450). Die kämen dann vor allem am ersten und am letzten Tag auf ihre Kosten. Zu den sportlichen Höhepunkten zählt das Zwei-Phasen-Springen der Klasse M* am Schlusstag (15.30 Uhr).

Dagegen fehlen die beiden prestige- wie zuschauerträchtigsten Wettbewerbe – das abschließende S*-Springen um den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis und die Zwei-Sterne-A-Prüfung mit Naturhindernissen – in diesem Jahr. Nur in diesem Jahr, verspricht die Geschäftsführerin: „Wir wissen um die Popularität gerade des Speed-Derbys. Das ist ein echter Zuschauermagnet. Aber wir wollen ja trotz der jüngsten Lockerungen gerade vermeiden, dass zu viele Menschen gleichzeitig auf der Anlage sind.“

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