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Reiten: U 25-Springpokal

„So ist der Sport“ – Marie Ligges verpasst Aachen-Quali um Haaresbreite

Herbern

Marie Ligges (RV Herbern) und Corcovado haben beim Turnier in Hagen am Teutoburger Wald die Qualifikation für das CHIO Aachen um Haaresbreite verfehlt. Dennoch war die 22-Jährige mit den drei Auftritten ihres Wallachs mehr als einverstanden.

Von Florian Levenig

Für Marie Ligges, hier eine Archivaufnahme, war es „ein Superwochenende“ in Hagen. Foto: flo

Wieso genau die Stange am allerletzten Hindernis fiel, kann sich Marie Ligges auch zwei Tage nach der letzten Prüfung in Hagen am Teutoburger Wald nicht wirklich erklären. Ihrem Pferd jedenfalls, Corcovado, gibt die Herbernerin „zuallerletzt“ die Schuld am Malheur. Der junge Wallach sei an allen drei Tagen „großartig gesprungen – gerade für seine erst neun Jahre“.

Trotzdem könnte es ein teurer Fehler gewesen sein. Hätte das Paar – wie an den Tagen zuvor – eine Nullrunde gedreht, wäre es ziemlich sicher im Finale um den U25-Springpokal Mitte September im Rahmen des CHIO Aachen dabei gewesen. Die jeweils fünf Bestplatzierten der vierteiligen, bundesweiten Serie nehmen am Weltfest des Pferdesports vor bis zu 40 000 Zuschauern teil (WN berichteten). Ligges und Corcovado, in Hagen als Sechste, Neunte sowie Achte drei Mal platziert, belegten in der Endabrechnung den siebten Rang.

Zweite Chance in Warendorf?

„So ist halt der Sport“, sagt Ligges – und grämt sich kein bisschen, dass es im ersten Versuch ganz knapp nicht gelangt hat für Aachen. Voraussichtlich werde sie von den Bundestrainern eine zweite Chance bekommen, beim „Preis der Besten“ in gut zwei Wochen in Warendorf (vorher ist Ligges noch bei der zweiten Etappe der Riders-Tour in Redefin/Mecklenbeck-Vorpommern im Einsatz). Und selbst wenn nicht: „Für mich war es ein Superwochenende. Und die Erfahrungen, die Corcovado in Hagen gesammelt hat, kann ihm keiner mehr nehmen.“ Erst ein Mal zuvor, bei der DM 2020 im Riesenbeck, sei ihr Pferd auf Drei-Sterne-S-Niveau geritten: „Jeder Start auf dem Level bringt Corcovado ein Stück weiter.“

Auch das Abschneiden mit Curly Sue, 13 Jahre, sei „absolut okay“ gewesen, findet die Frau, die für den RV Herbern reitet. In der Auftaktprüfung wurde die Westfalenstute Opfer ihres wilden Tempos und leistete sich drei Abwürfe. Im zweiten S**-Springen tags darauf notierten die Richter ganze vier Strafpunkte für Ligges und Curly Sue.