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Fußball: Landesliga 4

SV Herbern: Das Puzzeln an der Werner Straße

Herbern

Beim SV Herbern hat die Personallage mit den vielen Verletzten begonnen, sich wieder zu entspannen. Allerdings gibt es nun einen Coronafall bei der Stammbesetzung.

Von Christian Besse

Blickt wieder etwas hoffnungsfroher in die Zukunft: Das Lazarett von Spielertrainer Benjamin Siegert hat begonnen, sich zu leeren. Dafür gibt es einen Coronafall. Foto: Christian Besse

Seit Jahren ist der SV Herbern eine feste Größe in der Landesliga 4. Ob das auch in der kommenden Saison noch gilt, ist aber ungewiss. Die Blau-Gelben haben von elf Saisonspielen nur zwei Spiele gewonnen, sieben hat das Team verloren. Der SVH ist Vorletzter, schlechter in der Tabelle steht nur der noch gänzlich punktlose TuS Wiescherhöfen da.

Woran das liegt, ist kein Geheimnis: Es ist der schmale Kader des SVH – bedingt nicht etwa durch Schlafmützigkeit der Vereinsbosse, sondern schlichtweg durch Pech. Verletzungspech. Dominick Lünemann, Philipp Dubicki und Fabian Vogt, allesamt langjährige Stammspieler, fallen seit Längerem aus. Seit Wochen laufen die Herberner personell auf dem Zahnfleisch.

Doch Trainer Benjamin Siegert, der in den letzten Wochen aufgrund der Personalnot im defensiven Mittelfeld oder in der Viererkette selbst mit auf dem Feld stand, sieht bereits wieder Licht am Ende des Tunnels: Sturmspitze Daniel Krüger und der aus der Quarantäne zurückgekehrte Johannes Richter stehen am Sonntag im Spiel bei Borussia Münster wieder im Kader. Wohl noch nicht wieder einsatzfähig sind dagegen die weiter angeschlagenen Joe Breloh und Fynn Rottmann. Immerhin: Das blau-gelbe Lazarett hat begonnen, sich zu leeren.

So dass Ex-Preuße Siegert schon daran denkt, bei der Borussia nicht mehr selbst das Trikot überziehen zu müssen: „Ich hoffe eigentlich, die Jungs wieder von draußen anpeitschen zu können.“ Doch die Chancen dafür seien 50:50. Der Grund: In der Stammformation der vergangenen Wochen gibt es nun einen Coronafall. Die Folge: Wieder einmal müssen die Blau-Gelben mit einer neuen Anfangsformation auflaufen, wie schon so oft in dieser Saison. „Wir müssen gucken, wer diesmal auf welcher Position steht“, so der (Spieler-)Trainer. Es wird weiter gepuzzelt an der Werner Straße.

„Ekliges Spiel“ bei Borussia Münster

Fünf Punkte sind die Blau-Gelben von den Nichtabstiegsplätzen entfernt, genauer gesagt vom 13. Tabellenrang. Und auf dem steht Borussia Münster, Herberns Gastgeber am Sonntag. Die Borussen waren 2019 aufgestiegen und schlossen die noch früher abgebrochene Saison im darauf folgenden Jahr auf Platz zehn ab – allerdings nach nur sieben Spielen. Wie gut die Mannschaft tatsächlich war, konnte man da nur schwer einschätzen.

Aber das hat sich geändert: „Die haben sich mittlerweile sehr, sehr gut verstärkt“, sagt Benjamin Siegert über die Domstädter und verweist auf mehrere Zugänge von Münster 08, unter ihnen Diogo Duarte, ehemaliger Oberliga-Spieler von Preußen 2. Der Herberner Trainer hätte die Borussen vor dieser Saison weiter oben angesiedelt als „nur“ auf Rang 13. Ob und, wenn ja, woran es hakt an der Grevingstraße, davon können sich die Blau-Gelben nun selbst überzeugen.

Eines aber wissen sie jetzt schon: „Der Kunstrasen in Münster ist relativ kurz“, sagt Siegert. Umso umkämpfter seien die zwangsläufig engeren Räume. „Das wird ein ekliges Spiel werden.“

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