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Fußball: Landesliga 4

SV Herbern eiskalt erwischt

Herbern

Eine gute halbe Stunde lang hatte der SV Herbern im Duell daheim mit Viktoria Heiden alles unter Kontrolle. Dann drehten die Gäste aus dem Westmünsterland plötzlich auf. Und wie . . .

Von Florian Levenig

Nur in dieser Szene orientierungslos: Niklas Möllmann (r.) – hier im Duell mit dem Herberner Patrick Sobbe – und Viktoria Heiden. Foto: flo

Die Fans – das ist guter Brauch beim letzten Heimspiel vor Weihnachten – versorgte der SV Herbern mit alkoholhaltigen Heißgetränken. Während die Spieler des hiesigen Fußball-Landesligisten am Sonntagnachmittag bei Dauernieselregen am Siepenweg „eiskalt erwischt“ wurden, wie es SVH-Coach Benjamin Siegert nach der deprimierenden 2:6 (2:2)-Pleite gegen Viktoria Heiden formulierte. Die nicht ganz unberechtigte Frage einer Journalistin an Siegert, wie das denn passieren konnte, dürften sich viele der 200 Besucher gestellt haben – auch jene, die aus dem Westmünsterland angereist waren.

Furioser Start

Denn nur eine gute Stunde zuvor sprach wenig bis gar nichts für ein solch fulminantes Comeback der Gäste. Herbern führte zu dem Zeitpunkt mit 2:0. Daniel Krüger hatte eine von Marcel Scholtysik getretene Ecke per Kopf verwertet (2.), Basti Schütte 15 Minuten später nach energischer Vorarbeit des Schützen zum 1:0 erhöht. Kurz darauf hatte Luis Krampe sogar die Chance zum 3:0, fand aber in Heidens Nummer eins Tobias Terlau seinen Meister. Es wäre wohl die Vorentscheidung gewesen.

Praktisch im Gegenzug das Anschlusstor: Nach einem Angriff über die linke Seite stocherte Benedikt Hussmann den Ball am kurzen Pfosten nach Ansicht des Schiedsrichterassistenten über die Linie (SVH-Schnapper Philipp Sandhowe und Innenverteidiger Luca Dombrowski waren sich da nicht ganz so sicher). Und wieder nur 300 Sekunden später fast eine Kopie des 2:1 – nur dass der Ball diesmal von rechts kam. Und Timo Gremme goldrichtig stand.

Drei Mal Gremme

Trotzdem sprach Siegert von einer „guten bis sehr guten ersten Hälfte“, der eine zweite folgen sollte, „in der uns Heiden komplett überrollt hat“. Binnen vier Minuten machten zwei weiter Male Gremme und Viktoria-Abwehrchef Patrick Janert alle Hoffnungen der Blau-Gelben auf den vierten Pflichtspielsieg in Serie zunichte. Ferdi Möllmann vollendete später gar das halbe Dutzend.

Zu allem Übel schied Dombrowski 20 Minuten vor dem Ende verletzt aus. Spätestens da gerieten das Comeback von USA-Rückkehrer Julian Trapp und Jonas Grüterings Debüt im SVH-Dress vollends zur Nebensache. SVH: Sandhowe – Schett (76. Närdemann), Dombrowski (71. Dubicki), Richter, Bröer – Scholtysik, S. Schütte (76. Grütering), Breloh, Sobbe – Krüger, Krampe (61. Trapp). Tore: 1:0 Krüger (2.), 2:0 S. Schütte (17.), 2:1 Hussmann (33.), 2:2/2:3/2:4 T. Gremme (38./63./65.), 2:5 Janert (67.), 2:6 F. Möllmann (75.).

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