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Handball: Münsterlandliga

„Tenor war: Wir probieren das“ – HSG Ascheberg/Drensteinfurt steigt auf

Ascheberg/Drensteinfurt

Erst im Vorjahr ist die HSG Ascheberg/Drensteinfurt in die Bezirksliga zurückgekehrt. Jetzt folgt direkt der nächste Aufstieg – zumindest ein halber. Die Playoff-Duelle mit dem SC Nordwalde entfallen.

Von und

Hat bis zum Saisonstart viel zu tun, freut sich aber – wie das gesamte Team – auf die neue Herausforderung: HSG-Coach Jörg Kriens. Foto: flo

Die gute Nachricht kam Mitte der Woche: Die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt gehen rauf in die Münsterlandliga. Die Playoff-Partien gegen den Vierten der Parallelstaffel, Jörg Kriens’ Ex-Klub SC Nordwalde: obsolet. Mit dem neuen Coach der Spielgemeinschaft sprach unser Redaktionsmitglied Florian Levenig.

Glückwunsch, Herr Kriens. Waren Sie so schlau, beim Amtsantritt eine Aufstiegsprämie auszuhandeln?

Kriens: Nö (lacht). Sind wir überhaupt aufgestiegen?

So halb. Immerhin tummeln sich in der künftigen Spielklasse sieben ehemalige Landesligisten.

Kriens: Stimmt. Daher kann es für uns vom ersten Tag an nur gegen den Abstieg gehen.

Ist die Mannschaft dafür personell gerüstet? Gibt es externe Verstärkung?

Kriens: Davon gehe ich nicht aus. Das widerspräche ja auch der HSG-Philosophie, eigene Talente zu entwickeln. Es wird aber ein verändertes System geben.

Inwiefern?

Kriens: Wir haben wenige großgewachsene Leute im Kader. Also wollen wir künftig schneller spielen, mit einer offensiveren Abwehr.

Klingt so, als müssten Ihre Schützlinge in der Vorbereitung leiden.

Kreins: Dafür bin ich bekannt (lacht). Nein, im Ernst: Ohne Grundlagen geht es nicht. Aber ich bin kein Freund davon, die Jungs drei Stunden zum Joggen zu schicken. Der Ball ist fast immer dabei.

War es schwer, die Spieler dazu zu bewegen, diese besondere Herausforderung anzunehmen?

Kriens: Gar nicht. Sie hatten schließlich die Option, eine Klasse tiefer zu spielen, wahrscheinlich im oberen Mittelfeld. Aber der einhellige Tenor war: Wir probieren das mit der Münsterlandliga.

Das letzte Meisterschaftsspiel in Senden hat gezeigt, dass Sie noch viel Arbeit vor sich haben.

Kriens: Absolut. Allerdings hätten andere Teams dort mit 15, 20 Toren Unterschied verloren. Dass die Jungs trotz des deutlichen Rückstands nie aufgesteckt haben: Das hat mir imponiert und macht Mut für die kommende Saison.

Hätten Sie sich gern mit Ihrem Ex-Klub um den letzten freien Platz in der Spielklasse duelliert?

Kriens: Wie man’s nimmt. Natürlich wären diese beiden Partien irgendwo reizvoll gewesen, gerade für mich persönlich. Aber wenn es sportlich um nichts mehr geht, dann ergibt eine solche Ansetzung einfach keinen Sinn. So haben wir zwei Wochen gewonnen, die wir besser in die Vorbereitung investieren. Mit Nordwalde haben wir übrigens schon ein Testspiel in dieser Phase vereinbart.

Wann geht’s los?

Kriens: Das bereden wir in den nächsten Tagen. Hängt auch davon ab, ob wir die Halle im Sommer nutzen können. Mein Wunsch wäre, das Training so zeitig wie möglich aufzunehmen – und sei es anfangs in reduzierter Form, zum Beispiel einmal pro Woche.

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