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Fußball: Landesliga 4

Torlos, aber intensiv – SV Herbern vs. VfL Senden

Herbern

Das Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Herbern und dem VfL Senden fand keinen Sieger. Dass auch keine Tore fielen, lag vor allem an einem der beiden Keeper.

Von Florian Levenig

In dieser Szene beharken sich Herberns Robin Schmitt (l.) und der Sendener Jürgen Sinev. Foto: flo

Tore gab’s keine an der Werner Straße. Und trotzdem war es ein kurzweiliges, immer intensives Landesliga-Derby, in dem der SV Herbern dem Sieg ein Stückchen näher kam als der VfL Senden. Fand nicht nur SVH-Coach Benjamin Siegert: „Mit der Leistung der Mannschaft bin ich absolut zufrieden, mit dem Ergebnis weniger. Da wir mehr und auch bessere Gelegenheiten hatten, wären drei Punkte aus meiner Sicht verdient verdient gewesen.“

VfL-Coach Rabah Abed nahm den einen Punkt gern mit: „Wir sind zum Ende hin nicht mehr so ins Risiko gegangen, obwohl Herbern uns gelockt hat. Aufgrund unserer personellen Sorgen bin ich mit dem Remis völlig einverstanden.“

In Hälfte eins war es zunächst ein Zielschießen. Prince Sanyangs Schuss aus der Halbdistanz lenkte Leo Fenker, der erneut anstelle des angeschlagenen Philipp Sandhowe den SVH-Kasten hütete, klasse über die Latte. Sanyangs zweiter Schuss aus 16, 18 Metern verfehlte das Ziel um Haaresbreite. Auf der anderen Seite probierte es Marcel Scholtysik von der rechten Strafraumgrenze – ebenfalls knapp vorbei.

Brückner zwei Mal glänzend

In der Folge waren es sehr griffige Blau-Gelbe, die drückten. Nach Fabian Vogts Freistoß kam Patrick Sobbe aus kurzer Entfernung zum Kopfball, doch Johannes Brückner riss rechtzeitig die Fäuste hoch. Überhaupt der VfL-Keeper, an Gründonnerstag Bester seines Teams. Kurz vor der Pause fischte er Luis Krampe im Eins-gegen-eins die Kugel vom Fuß.

Machtlos wäre Brückner wohl bei Vogts Versuch nach gut einer Stunde aus dem Rückraum gewesen, doch der Ball zischte Millimeter am rechten Pfosten vorbei. Und Senden? Kam „fußballerisch nie so richtig ins Match“, wie Sendens anderer Trainer Thomas Morzonek anmerkte – was „auf diesem holperigen Boden allerdings nicht ganz so einfach ist“.

Dafür verteidigten die Besucher meist umsichtig – auch und gerade Eric Rottstegge. Als Lukas Gottwald nach einer halben Stunde mit dickem Knöchel vom Platz humpelte, sprang der Debütant zunächst als Innenverteidiger ein und agierte später ähnlich zuverlässig als Sechser.

SVH: Fenker – Schmitt, Dombrowski, Schulte, Bröer – Vogt (82. Hülk), Richter, Breloh – Scholtysik (85. Rottmann), Krampe, Sobbe (89. Kortendick). VfL: Brückner – Schlögl, Reckmann, Gottwald (32. Rottstegge), Tjaden – Castelle, Heubrock (76. Heubrock) – Alnemek (46. Colak), Shinawi, Sinev – Sanyang.

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