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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Von wegen Neuanfang – Mike Raed zurück in Davensberg

Davensberg

Davaria Davensberg hat einen neuen Chefcoach, Mike Raed kehrt auf die Bank zurück. Einen neuen, spielenden Co-Trainer gibt es ebenfalls – und einen weiteren alten Bekannten.

-flo-

Dreieinhalb Jahre bildete er mit Masen Mahmoud (l.) das Trainerduo, jetzt ist Mike Raed als verantwortlicher Coach zurück. Foto: Levenig

Drei Spiele hatte sich Tino Grote gegeben, um neben dem Posten des sportlichen Leiters auch das Traineramt bei A-Ligist Davaria Davensberg zu bekleiden (und zuletzt gar auf dem Feld auszuhelfen). Vier, eines im Pokal, sind es geworden. Aber letztlich hat „Molo“ geliefert. Bereits am kommenden Sonntag (3. Oktober), 15 Uhr, wenn Titelaspirant Warendorf im Waldstadion gastiert, sitzt der neue leitende Coach auf der Bank. Und es ist ein alter Bekannter: Mike Raed.

Der einstige Top-Stürmer hatte gemeinsam mit Masen Mahmoud jenes Trainerduo gebildet, von dem sich der Verein im Frühjahr getrennt hatte, um einen Neuanfang zu versuchen. So gesehen ist von dem ambitionierten Projekt nicht allzu viel übrig. Zumal mit Abwehrmann Kelvin Shabani, vor der Saison ebenfalls aussortiert, ein weiterer Spieler zurückkehrt (auch die Tandemlösung Raed/Mahmoud soll ein Thema gewesen sein).

Helfer in der Not

Auf der anderen Seite ist es schwer genug, Ende September überhaupt einen fähigen Übungsleiter zu rekrutieren, der, wie in Raeds Fall, das Gros des Personals bereits kennt – und der, auch das konnte man in der Vergangenheit rund um den Rinkeroder Weg immer wieder hören, weit mehr als der Schatten des langjährigen Cheftrainers war. Dass sich die Wege vorübergehend getrennt hatten, ist für Raed „ein ganz normaler Vorgang“. Er sei da nicht nachtragend: „Es geht darum, dem Verein in einer kniffligen Situation zu helfen. Das mache ich gern, zumal ich die Verantwortlichen in Davensberg sehr schätze.“

Der künftige Coach weiß indes, dass viel Arbeit auf ihn zukommt. Sein neues, altes Team hat er am Vorsonntag beim 2:3 in Albersloh unter die Lupe genommen – und war ein bisschen erschüttert: „Die Körpersprache, die fehlenden Kommandos auf dem Platz, die Zweikampfführung – ohne die Basics kannst du in der Liga nicht bestehen.“ Auch ließen Fitness und Spritzigkeit – eine kleine Spitze Richtung Vorgänger David Wendel – zu wünschen übrig.

Kapuschzik im Schlepptau

Das mit den fehlenden Kommandos hat sich ja jetzt erübrigt. Wer Raed in den vergangenen Jahren an der Seitenlinie erlebt hat, weiß, dass der Mann durchaus laut werden kann. Wobei der Coach Unterstützung bekommt, David Kapuschzik (zuletzt SV Rinkerode) fungiert als spielender Co-Trainer. Noch ist der „spielintelligente Sechser“ (Raed) verletzt. In ein paar Wochen sei er aber sehr wohl ein Kandidat für die Startelf.

In ein paar Wochen, das ist auch für Grote das Stichwort: „Nach den Spielen gegen Warendorf und in Ottmarsbocholt haben wir zwei freie Sonntage. Danach sollten die Jungs größtenteils ihre Wehwehchen auskuriert haben.“ Punkten dürfe das Schlusslicht aber gern schon in drei Tagen: „Natürlich hat Warendorf nicht unsere Kragenweite. Aber die Duelle mit Mecklenbeck und Herbern 2 haben doch gezeigt, dass wir gerade gegen die besten Teams was ausrichten können.“

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