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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Weiter, immer weiter – Davaria Davensberg zukunftsfest

Davensberg

Beim größten Tag in der Geschichte des SV Davaria Davensberg stand Uwe Mörchen selbst auf dem Rasen. Auch am Sonntag (15. Mai), 15 Uhr, wenn das Team bei der SG Selm antritt und die sportlich schwärzeste Stunde droht, wird der Klub-Vize wieder vor Ort sein.

Von Florian Levenig

Mittendrin statt nur dabei: Uwe Mörchen (5.v.r./vorn.), eigentlich Spieler der Zweiten, stand beim größten Triumph der „Super-Davaren“ selbst auf dem Rasen. Foto: bö/WN

Vor sieben Tagen, beim „Horst-Brameier-Cup“, war noch mal der große Sport zu Besuch im Waldstadion, wenn auch der vergangener Tage. Fußballer, inzwischen Mitte 50 und älter, die die glorreiche Zeit des SV Davaria aktiv mitgestaltet hatten und sich Jahrzehnte später an der Stätte ihrer Triumphe trafen, um zum Spaß ein bisschen zu kicken und sich beim anschließenden Bierchen die gute alte Zeit ins Gedächtnis zu rufen.

Dagegen sei grundsätzlich nichts einzuwenden, findet Uwe Mörchen. Der Mann, den im Dorf alle nur „Pony“ rufen, genießt ja selbst Legendenstatus am Rinkeroder Weg. An jenem denkwürdigen 5. Juni 1995, als die „Super-Davaren“ vor 2000 Besuchern in Warendorf in einem dramatischen Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga (heute Westfalenliga) die SpVg Versmold mit 3:2 niederrangen und sich zur Nummer zwei im Münsterland aufschwangen, da stand Mörchen selbst auf dem Rasen. „Geplant war das nicht“, erzählt der langjährige Kapitän der Zweiten. Aber die Verletztenliste war so lang, dass er, als einziger Davensberger, zum Einsatz kam – neben all den Top-Amateuren und Beinahe-Profis.

Triste Gegenwart

45 Minuten hielt „Pony“ durch, dann löste ihn Stefan Grädler ab. „Der wurde eigens für das eine Match verpflichtet und eingeflogen“, verrät der Ur-Davare. „Ein Wahnsinn“ sei das gewesen. Mörchen ist freilich keiner, der (nur) in Erinnerungen schwelgt. Er lebt im Hier, im Jetzt. Und die Gegenwart, man muss das leider konstatieren, sieht ziemlich trist aus. Just am morgigen Sonntag muss der Verein, der sich immerhin ein Jahrzehnt in der damals vierthöchsten deutschen Spielklasse hielt, womöglich den bitteren Gang in die B-Liga antreten. Falls die Mitbewerber Aasee 2 (gegen Albersloh) oder Wolbeck 2 (empfängt Ottmarsbocholt) dreifach punkten und Davensberg in Selm leer ausgeht.

Mörchen, seit Jahren SVD-Vize, mag daran (noch) keinen Gedanken verschwenden: „Die Albersloher mögen Aasee nicht, werden am Sonntag also alles geben. Und unsere lieben Nachbarn aus Ottmarsbocholt helfen uns ebenfalls ganz bestimmt.“ Bleibt die eigene Herkulesaufgabe beim formstarken Tabellendritten. Ja, räumt der 54-Jährigen ein, „aber unter Umständen würde es ja schon reichen, im letzten Heimspiel gegen Rinkerode zu punkten“.

Und falls nicht? „Dann geht es trotzdem weiter“, beteuert Mörchen. Benedikt Godek wird nach Otti wechseln, Kapitän Jahja Raed (kürzlich zum zweiten Mal Papa geworden) unter Umständen die Karriere beenden. Ansonsten hätten fast alle – ligaunabhängig – für 2022/23 die Zusage gegeben. Selbst ein Verbleib der kurzfristig für das Saisonfinale zurückgeholten Kevin Krämer und Umberto Nicosia ist demnach denkbar.

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