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Fußball: Landesliga 4

Wie Schach mit 200 Sachen – Sandhowe und Brückner im Fokus

Herbern/Senden

Am Donnerstag (14. April), 19.30 Uhr, hat der SV Herbern den VfL Senden zu Gast. Das Altkreis-Derby ist zugleich das Duell zweier Top-Torleute: Philipp Sandhowe (SVH) und Johannes Brückner (VfL). Einer muss womöglich aussetzen.

Von Florian Levenig

Keine Angst vor großen Namen: In dieser Szene aus dem Hinspiel pariert Philipp Sandhowe (r.) einen Schuss von Ex-VfL-Ausnahmestürmer Niklas Castelle. Foto: Michael Beer

Der VfL Senden klopft ganz oben in der Tabelle an. Der SV Herbern war zwischenzeitlich akut gefährdet. Auf (mindestens) einer Position indes sind beide Klubs top-besetzt: zwischen den Pfosten. SVH-Coach Benjamin Siegert hat den WN mal erzählt, er wolle sich nicht ausmalen, wo die Blau-Gelben ohne Schnapper Philipp Sandhowe stünden: „Philipp hat uns oft genug den Arsch gerettet.“

Wie Herberns Nummer eins oberligaerprobt: VfL-Schlussmann Johannes Brückner. Foto: flo

Auch Sendens Nummer eins Johannes Brückner zählt ligaweit zu den Besten seiner Zunft – und wird beim VfL ähnlich wertgeschätzt wie Sandhowe in Herbern. Der Unterschied: Während der Zerberus der Blau-Gelben, gerade in der Hinrunde, oftmals unter Dauerfeuer stand, hat Brückner derzeit kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen: „Die Jungs vor mir verteidigen ja alles weg.“ Ein leiser Vorwurf? „Nee, lieber so als andersrum.“ Es bleibe immer noch genug zu tun: die Restverteidigung richtig positionieren, Kommandos geben – und in den ein, zwei Situationen, wo er doch gefordert ist, voll da sein.

In jedem Moment hochkonzentriert

Gar nicht so einfach, wenn man die übrigen 88 Minuten alles unter Kontrolle hat, oder? „Stimmt schon. Ein ehemaliger Torwarttrainer hat das mal so beschrieben: Das ist wie Schach mit 200 Sachen. Du musst in jeder Sekunde hochkonzentriert bleiben.“ Auch das letztlich eine Frage der Übung.

Beide Torleute zollen ihrem jeweiligen Gegenüber höchsten Respekt: „Man muss sich ja nur mal Philipps Vita anschauen“, schlägt Brückner vor. Sandhowe war, beim SC Roland, über Jahre in der höchsten Amateurklasse aktiv. Seine Präsenz auf dem Platz sei enorm, Herberns Keeper „bockstark im Eins-gegen-eins“, lobt der ebenfalls oberligaerprobte VfL-Schlussmann (Brandenburger SC).

Glücklicher VfL-Sieg im Hinspiel

Sandhowe gibt das Kompliment zurück: „Ich hatte Johannes bis zum Hinspiel gar nicht so auf dem Schirm, weil ich vorher in Nordkirchen war. Aber gegen uns hat er wirklich sensationell gehalten. In der Landesliga gibt es nur wenige Keeper von seinem Format – wenn überhaupt“. Brückner musste, was in dieser Saison selten genug der Fall war, sein ganzes Können aufbieten, um das 2:1 abzusichern.

Wirklich verdient sei der Erfolg seinerzeit nicht gewesen, räumt der 24-Jährige ein. Geschenke gebe es beim Wiedersehen am heutigen Donnerstag (14. April), 19.30 Uhr, an der Werner Straße trotzdem keine: „Uns zeichnet aktuell diese Gier nach Siegen aus.“ Auch Brückners persönliche Derbybilanz – zwei Spiele, sechs Punkte – kann sich sehen lassen. Dabei dürfe es „gern bleiben“.

Ob Sandhowe und er sich heute ein weiteres Mal um den Titel „Bester Torhüter im Altkreis“ battlen, ist dagegen noch nicht raus. Einer Oberschenkelblessur wegen musste Herberns Routinier zuletzt drei Mal aussetzen. Stünde er im Nachbarschaftsduell erneut nicht zur Verfügung, wäre das aus seiner Sicht aber auch kein Problem: „Leo Fenker hat mich in den vergangenen Wochen super vertreten.“

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