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Fußball: Fortuna und VfL fehlt das Matchglück, SVH feiert wichtigen Sieg

Wunden lecken unterm Christbaum

Lüdinghausen

Bei Fortuna Seppenrade und dem VfL Senden sind sie ganz froh darüber, ein paar Wochen durchschnaufen zu können. Der SV Herbern verabschiedete sich mit einem Sieg in die Winterpause.

Von und

Sophia Hildmann (r.) und der SV Fortuna Seppenrade unterlagen im Verfolgerduell am Sonntag dem TuS Gahlen mit 0:3. Foto: chrb

Für die drei hiesigen Frauen-Bezirksligisten gab es am Wochenende einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage. Die Partien in der Übersicht.

Staffel 5

Fortuna - TuS Gahlen 0:3

Für Seppenrade kommt die Pause laut Cheftrainerin Claudia Harder genau zur rechten Zeit: „um unsere Wunden zu lecken“. Was zum einen wörtlich zu verstehen sei (am Sonntag fehlten mit Anna Kück und Laura Lojack – mal wieder – krankheitsbedingt zwei Stammkräfte). Aber eben auch im übertragenen Sinne: „Zum einen schaffen wir es derzeit einfach nicht, vernünftig ins letzte Drittel und damit zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Zum anderen helfen wir bei den Gegentoren kräftig mit.“

Ärgerliche Gegentore

So auch am Sonntag: Statt ihn vor dem 0:1 (7.) und dem 0:2 (9.) aus der Gefahrenzone zu befördern, fiel der Ball jeweils irgendwie einer Gahlenerin vor die Füße. Nur das 0:3 nach einer guten halben Stunde habe der neue Tabellendritte (die Elf aus dem Rosendorf ist auf den fünften Platz abgerutscht) „richtig gut rausgespielt“. Das einzig Positive, so Harder: „Dass wir uns nach dem Wechsel gesteigert und keinen weiteren Treffer kassiert haben.“ Der Sieg der Gäste sei dennoch „absolut verdient“. Fortuna: Manitz – Tüns, Thiering, Strotmann (82. Richter-Kortenbusch), Krebber (65. Schöler), Hildmann, Hols (45. Kortmann), Oesteroth, Bahlmann, M. Althaus (70. Terjung), Krusa.

Staffel 7Hammer SpVg - VfL  0:0

Senden hat das letzte Spiel in 2021 beim bis dahin punktlosen Schlusslicht Hammer SpVg „mit 0:0 verloren“, wie VfL-Coach Annika Scheunemann geistreich anmerkt. Theresa Wellerdieck, Mia Beck, Julia Reckers fielen verletzt aus. Eva Wolters, Clara Heineke und Pia Schemmelmann standen aus privaten oder beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Mit Unterstützung der Zweitvertretung ging es nach Hamm.

Die 90-minütige Überlegenheit münzte der Gast erneut nicht in einen Erfolg um. Dabei hatte Senden sogar Glück, dass eine HSV-Spielerin nur den Pfosten traf (15.). Mehr kam von Hamm nicht, das sich zu siebt bis neunt in der Box einmauerte. So gab es kein Durchkommen für den VfL.

HSV mauert sich ein

Nach dem Wechsel erarbeitete sich die Scheunemann-Elf etliche Chancen. Neele Hörling verzog nach Vorarbeit von Hanan Das, Das selbst scheiterte an Hamms Torhüterin. Lorena Gräfes Freistoß wurde von der Schnapperin der Spielvereinigung über die Latte gelenkt, Lisa Zensens Schuss verfehlte das Gehäuse um Zentimeter. Da passte der verschossene Elfer genau ins Bild. Zu der Zeit agierte der Gegner bereits in Unterzahl, eine Hammer Spielerin hatte wegen eines Frust-Fouls an Sophie Schulz glatt Rot gesehen. Scheuemann fand es „traurig, dass wir uns nicht belohnt haben. Von der Tabelle her hatten wir uns viel mehr ausgerechnet.“ VfL: Kaesler – Rosenberg, Böcker, Klaas – Piepenbreier, Schulz – Gräfe, Zensen, Hörling – Jaber (36. Kunstleben), Das.

SVH - TSV Ostenfelde 1:0

Der SV Herbern beendet das Kalenderjahr als Sechster. Je sieben Siege und Niederlagen, dazu ein Remis. 22 Zähler insgesamt, ziemlich solide. Und klingt nach einer entspannten Rückrunde. Von wegen, korrigiert Interimscoach Jürgen Große-Budde: „Bis zur Abstiegszone sind es ganze fünf Punkte. Außer den drei Top-Teams Borussia Münster, Oelde und Aasee sollte sich keine Mannschaft zu sicher sein. Auch wir müssen im zweiten Saisonteil noch reichlich Zähler sammeln.“

Hölscher stark

Umso wichtiger der Sieg über Tabellennachbar Ostenfelde. Spielerisch sei noch „Luft nach oben“. Auch war die Pausenführung – Annika Vogel traf nach Vorarbeit von Merle Urban (44.) – „schmeichelhaft“. Zumal die Gäste einen „Kann-Elfmeter“ (Große-Budde) verschossen (20.). Der Coach nahm seine junge Truppe in Schutz: „Da wir mehrere Drittgeimpfte und Erkältete haben, konnten wir nicht aus dem Vollen schöpfen.“ Ein Trainerlob bekam Torfrau Lara Hölscher: „In Gremmendorf hatte Lara nicht den besten Tag. Und sie ist selbstkritisch genug, das auch einzugestehen. Dafür hat sie am Sonntag richtig gut gehalten.“ SVH: Hölscher – Prüsse, Drewa, M. Urban, Vogel, Blesenkemper, M. Kruckenbaum (68. Hohenhövel), L. Urban, Große-Budde, H. Kruckenbaum (40. Heitplatz).

Bleibt SVH-Interimsduo?

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