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Fußball: 28. Mitsubishi-Cup

Würdiger Abschiedsgruß – VfL Senden siegt

Senden

Der VfL Senden hat beim Indoor-Kick für Alt-Herren-Mannschaften in eigener Halle triumphiert. Altkreisrivale SV Herbern überstand als Zweiter ebenfalls die Gruppenphase. Es gab nur einen einzigen Wermutstropfen.

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Alle, die über 32 sind, bitte die Hände hoch: der diesjährige Mitsubishi-Cup-Sieger VfL Senden kurz nach der Pokalübergabe. Im kleinen Finale: der SV Herbern mit Timy Schütte (h.v.l.), Markus Pickenhahn, Michael Zdahl, Stefan Sennekamp, Stephan Aschoff; Foto: VfLSVH

Gehört sich ja eigentlich nicht: sieben befreundete Teams einzuladen, nur um am Ende die Siegertrophäe selbst davonzutragen. Wobei es schon auch irgendwie passend war, dass bei der 28. Austragung des Mitsubishi-Cups ausgerechnet der Gastgeber, die Ü 32 aus Senden, triumphierte. „Willi Schäfers hätte sich sicher über euren Sieg gefreut“, meinte VfL-Boss Ingo Pallas bei der Pokalübergabe. Schäfers, der den Hallen-Kick für Alt-Herren-Mannschaften vor drei Jahrzehnten praktisch erfunden hatte, war am vergangenen Mittwoch, drei Tage vor dem Re-Start, verstorben.

Zu Ehren des VfL-Rekordspielers und ewigen Leiters der Abteilung liefen die Sendener mit Trauerflor auf. Zudem gab es vor dem ersten Anpfiff eine Schweigeminute. Wie die VfL-Oldies anschließend übers Parkett wirbelten, hätte Klubikone Schäfers ganz gewiss gefallen. Nicht eine Niederlage kassierten die Hausherren im gesamten Turnierverlauf. Die ASG Schapdetten/Appelhülsen bezwangen sie ebenso mit 3:1 wie den SV Ems Westbevern. Zudem gab es ein 7:0 über den PSV Bork.

Dennoch gebühre dem Polizeisportverein ein besonderer Dank, erklärte Orga-Chef Hendrik Erkmann: „Das Team ist erst auf den letzten Drücker eingesprungen. Sonst hätten wir ja gar keine zwei Gruppen bilden können.“

Spannende Matches

In der einen folgte die ASG dem VfL als Zweiter in die Vorschlussrunde. In der anderen setzte sich Westfalia Kinderhaus, zuletzt Seriensieger beim Mitsubishi-Cup, vor dem SV Herbern durch. Der SVH bezwang zunächst Union Lüdinghausen deutlich mit 7:1 (Tore: zwei Mal Markus Pickenhahn, zwei Mal Christian Adamek, Dennis Närdemann, Michael Zdahl und Dominik Reher). Beim anschließenden 4:3 über die SG DJK Rödder trafen Zdahl, Christoph Wesp, Timy Schütte und Närdemann für die Blau-Gelben. So ging es in die letzte Partie der Vorrunde, wo Dauerrivale Kinderhaus wartete. Es ging um nichts weniger als den Gruppensieg. Die 1:0-Führung besorgte Adamek, doch am Ende hieß es 2:1 aus Sicht der Domstädter.

Torlos, aber irre spannend das Halbfinale zwischen den Altkreiskonkurrenten, in dem sich der VfL im Neunmeterschießen mit 2:1 durchsetzte. In der anderen Begegnung schaltete die ASG, die mit Johannes Aldenhövel auch den erfolgreichsten Torschützen des Turniers stellte, Titelverteidiger Kinderhaus mit 3:1 aus.

Somit trafen im letzten Match des Tages – wie im allerersten – der Ausrichter und das Team aus den Baumbergen aufeinander. Und wieder hieß es nach zwölf Minuten 3:1 für den VfL. Überdies wurde der Sendener Markus Reher als Top-Schnapper ausgezeichnet. Zum besten Spieler kürte die Jury Robert Wojdat, der mit der Westfalia zuvor das Spiel um Platz drei gegen die Herberner (für die Schütte und Reher erfolgreich gewesen waren) mit 3:2 gewonnen hatte. Einziger Wermutstropfen: Ein Kinderhauser musste nach seinem Zusammenprall mit einem Gegenspieler ins Krankenhaus.

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